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Wie ist diese Idee entstanden?

Vor mehr als 40 Jahren habe ich das Buch „Traumstrasse der Welt“ von Hans Domnick verschlungen. Ein Ehepaar ist mit einem Station-Car von Fairbanks, Alaska, bis Mexico und danach mit einem Buick-Electra-Kabriolett bis Osorno im Süden von Chile, gefahren. Einen Grossteil der Strecke legten sie auf der Panamericana zurück, die Alaska mit Argentinien verbindet. Einen besonders starken Eindruck hinterliess bei mir der Alaska-Highway. Das Buch mit seinen imposanten Bildern hat mich nie mehr losgelassen.

Später konkretisierte sich meine Idee, den nördlichen Teil mit dem Velo abzuradeln. Da seit einigen Jahren die Strecke auf dem Dalton Highway für den Privatverkehr freigegeben wurde, sagten wir uns: "Warum nicht gleich beim nördlichen Eismeer in Prudhoe Bay starten?"

Von der Idee zur konkreten Planung

Wir sind nicht die ersten, die diese Strecke unter die Räder nehmen werden. Zugegeben, mit ausgesprochenen Fahrradwegen steht es schlecht, doch die Weite und die Natur haben ihren besonderen Reiz. Wir suchen das Abenteuer, die Wellness-Ferien können noch warten.

Eine ganz besondere Herausforderung in Alaska und Kanada bildet das Übernachten im Zelt. Genauer gesagt, die aufwendigen Sicherheitsvorkehrungen wegen der Bären. So müssen die Zeltler ihre Lebensmittel und ihre Kleider, mit denen sie gekocht haben, etwa 200 m vom Schlafzelt entfernt auf einem Baum deponieren, damit die Pelztierchen nicht einen unerwünschten Besuch abstatten. Feste Unterkünfte sind für Radfahrer nicht jeden Tag zu erreichen. Zu gross sind die Distanzen.

Irgendwann kamen Doris und Xaver auf die Idee, bei dieser Reise mit von der Partie zu sein.  Da wir Frührentner nicht mehr so schnell von den Bären davonrennen könnten, wurde  zu unserer Sicherheit beschlossen, als fahrbare Schlafgelegenheit einen Camper mitzuführen. So wurde die Planung zu Viert an die Hand genommen.

Grobübersicht über die geplante Strecke

Wir werden am 9. Mai von Vancouver aus mit zwei Truck-Campern bis nach Prudhoe Bay ans nördliche Eismeer fahren.  Ab und zu  werden wir Abstecher mit unseren Fahrrädern unternehmen. Einfach so, um uns „warm zu radeln“ oder anders gesagt „nicht aus der Übung zu kommen“.

Mitte Juni starten wir dann die erste Etappe mit unseren Fahrrädern, immer schön nach dem Motto „let’s go south“. Nach ca. 8‘000 Velokilometern und rund 45‘000 Höhenmetern hoffen wir, San Diego im Süden von Kalifornien gegen Ende November zu erreichen. Zur Entlastung unserer Hintern werden wir immer wieder Wanderungen und Exkursionen mit unserem Kajak einschalten.

Die ursprünglich geplante letzte Etappe durch die Baja California haben wir gestrichen. Die vielen Drogenmorde und Raubüberfälle auf Touristen im nördlichen Teil von Mexico schrecken uns ab. Dazu kommen noch verschiedene Horrorgeschichten von Radfahrern, die es dennoch versucht haben.  Inzwischen sind übrigens gewisse Streckenabschnitte in Mexico wegen Entführungen und Raubüberfällen für Radfahrer gesperrt.  Wir sind keine „Warmduscher“, suchen aber auch nicht die Gefahren.

PS: Die „Warmduscher“ sind ein Netzwerk von Gastgebern, die durchreisenden Radfahrern eine Unterkunft anbieten. Das reicht von der Erlaubnis zum Zelten bis zum kuscheligen Gästebett.
Siehe:  www.warmshowers.org

 

zum Reisebericht:  go to Alaska