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Sonntag, 1. Mai 2011

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren...

Zur Zeit kämpfen wir gegen Übergewicht (nicht das unsere, sondern dasjenige des Gepäcks). Pro Person können wir bei Air Canada ein Gepäckstück à 23 kg aufgeben. Zusätzlich eine Schachtel mit unseren Fahrrädern, ebenfalls 23 kg. Das sieht nach viel aus, doch beim Packen stellen wir fest, dass wir uns einschränken müssen.
So lassen wir unter anderem folgende Gegenstände zu Hause: Zelt, Zeltmatten (nicht jedoch unsere Schlafsäcke), Stiefel, Stand-Pumpe, Mountainbike-Zusatzreifen, Reserveschläuche, Zangen, Draht, Isolierband, einige Reiseführer. Zudem packen wir einige Kleidungsstücke weniger ein.

Nun haben wir das Idealgewicht erreicht!

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Die Boxsackaufhängung auf unserem Balkon und die Fischerwaage von unserem Michael erweisen gute Dienste. So können wir jedes Gepäckstück genau wägen.

Was will wohl Doris in dieser Veloschachtel? Sie hat doch economy gebucht!



Dienstag, 10. Mai 2011

„Happy landing“ in Vancouver (Text von Edi)

Nicht per A-Post, nicht per B-Post, nein mit Air Canada per C-Post kommen wir verspätet jedoch gut in Vancouver an. Wegen technischer Probleme musste unser Flieger nochmals nach Vancouver umkehren. Somit verspätet sich unser Abflug in Toronto um 2 Stunden.
Wir waren uns bewusst, so ganz einfach wird die Reise mit unserem ganzen Gepäck bis ins Hotel von Vancouver nicht werden. Den Support, den wir erfahren dürfen, ist natürlich super. Mein Bruder Hans-Jürg fährt uns mit einem Anhänger von Köniz nach Gattikon. Nachdem die vier Veloschachteln und das ganze Gepäck im Anhänger und Kofferraum verstaut sind, geht es zum Flughafen. Der Entscheid, bereits am Vorabend einzuchecken, erweist sich als richtig.

Den Abend verbringen Doris und Xaver bei sich zu Hause und Barbara und ich lassen uns bei Ueli (Bruder von Barbara) und Nelly verwöhnen.
Obschon es am Samstagmorgen nicht regnet, verläuft der Abschied nicht ganz so trocken.

Eine Herausforderung bietet das Umsteigen in Toronto. Das gesamte Gepäck muss identifiziert werden, die Veloschachteln befinden sich natürlich beim Sperrgutschalter. Dann erneut durch den Zoll durch und wieder einchecken. Wenn wir vom ganzen Gepäck sprechen, dann sind dies vier Veloschachteln, vier

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Reisetaschen und acht Rucksäcke, die zusammen über 150 kg auf die Waage bringen. Nach der Ankunft in Vancouver versuchen wir, mit einem Shuttlebus zum Hotel zu gelangen. Dies wäre kein Problem ohne die sperrigen Velokisten. Also geht’s nur in Etappen weiter.

Am Sonntag beziehen wir unsere zwei Truck-Camper. Ich weiss auch nicht warum, doch diese haben Frauennamen. Doris und Xavers Camper heisst „Lizzy“, unser Camper „Ashley“.

Den ganzen Tag benötigen wir für unsere Einkäufe. Doch unsere sieben Sachen sind noch nicht alle beisammen. So oder so werden wir noch einige Tage in der Nähe von Vancouver verweilen.

Der erste Grosseinkauf ist getätigt.

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Überraschung beim Auspacken der Veloschachteln (Text von Barbara)

Wir befinden uns auf dem Capilano Campingplatz in North Vancouver. Wie befürchtet, haben wir im wahrsten Sinne des Wortes noch nicht ganz alles „im Griff“. Beim Zusammensetzen unserer Fahrräder stellt Xaver mit Schrecken fest, dass ein Verbindungsstück zur Lenkstange fehlt. Wo ist dieses wohl geblieben? Etwa zu Hause? Doch was soll’s! Xaver und Edi radeln in die Stadt, um das fehlende Zwischenstück in einem Bike-Shop aufzutreiben. Xaver natürlich mit meinem Velo. Es dauert seine Zeit, doch mit Plastiksäcken links und rechts an den Lenkstangen kommen sie zurück. Die Beiden haben natürlich noch zusätzliche Einkäufe getätigt, jedoch keine Saggochen mitgenommen.

Am Nachmittag sind alle Räder endlich zusammengesetzt. Testfahrt auf dem Campingplatz erfolgreich bestanden. Es ist zwar Regen angesagt, dennoch können wir nicht länger warten und starten unsere erste Einrolltour hier in Kanada. Wir überqueren die Lions Gate Bridge und radeln in den Stanley Park und schnuppern etwas in der Downtown.
Den Tag schliessen wir mit einem grossen Steak, Bratkartoffeln, Salat und einem Tropfen Malbec ab.

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Wir haben uns dies schon etwas einfacher vorgestellt....

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Einrolltour über die Lions Gate Bridge



Mittwoch, 11. Mai bis Sonntag, 15. Mai 2011

In der wilden Natur angekommen (Text von Edi)

Es ist eine Woche her, seit wir hier in Kanada angekommen sind. Endlich haben wir unsere sieben Sachen beisammen und können Vancouver verlassen. Den letzten Outdoor-Einkauf wie Kajak, Paddel, Schwimmwesten, Grill, etc. tätigen wir noch in der Downtown am Broadway. Da es für unsere Camper dort zu eng ist, fahren wir mit all den Einkäufen per Taxi zum Zeltplatz zurück.

Mit einer Stadtbesichtigung schliessen wir unseren Aufenthalt in Vancouver ab.




Die berühmte Gastown Steam Clock in Vancouver

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Auf dem Highway Nr. 1 verlassen wir Richtung Osten die Küstengegend. Am Abend können wir endlich das erste Nachtessen draussen geniessen. Die Damen kochen und wir Männer stellen unser neu erworbenes Moskitozelt auf. In wenigen Minuten steht das Zelt über Tisch und Bänken. Beim Nachtessen müssen wir aber feststellen, dass wir uns nicht alleine im Zelt befinden. Ein Schwarm von Mücken schwirrt um unsere Ohren. Das ist nicht fair, diese Biester sind eingedrungen, bevor das Zelt stand. Dieses Missgeschick wird kurzerhand beseitigt und wir geniessen mückensicher den Abend mit Blick auf den Nicola Lake. In der Nacht beginnt es wieder zu regnen. Somit dürfen wir am Morgen das Moskitozelt nass abbauen und einpacken. Damit haben Barbara und ich ja Erfahrung!

Auf dem Coquihalla Pass können wir mit dem kanadischen Winter erste Bekanntschaft machen. Je mehr wir uns den Rockys nähern, desto blauer wird der Himmel. Trotz des Schnees, der noch bis zum Strassenrand reicht, ist es endlich angenehm warm. So angenehm, dass wir die Abende draussen verbringen.

Was uns auffällt hier in Kanada, alles ist viel grösser. Die Distanzen, die langen Lastwagen und auch die feinen Steaks auf unserem Grill.

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Unser fast sicherer Moskitoschutz.



Dienstag, 17. Mai bis Donnerstag 19. Mai 2011
 

Wetterkapriolen wie im April (Text von Edi)

Wir befinden uns nun in Lake Louise, im Banff Nationalpark.

Für den heutigen Dienstag meldet die Wettervorhersage Sonne pur. Am Morgen scheint die Sonne wirklich durch die Wolken, wenn auch nur zaghaft. Nach der eisigen Nacht geniessen wir die wärmenden schwachen Sonnenstrahlen.

Mit so vielen Maskottchen an Barbaras Lenkstange kann ja nichts schiefgehen. Diese werden bei Wind und Wetter immer auf Barbaras Velo mitfahren. Wir sind gespannt, wer nach den 8‘000 km mitgenommener aussehen wird, Barbara oder die Glücksbringer.

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Für Barbara und mich ideal, die Velos etwas zu bewegen. Auf der alten Trans-Canadia Highway, der Bow Valley Parkway, radeln wir Richtung Banff. Die romantische Strecke führt immer auf und ab, schlängelt sich durch Wälder. Bei Lichtungen bekommt man das Tal mit dem Bow River zu Gesicht. Der Schnee am Strassenrand und in den Wäldern zeigt, dass sich der harte Winter auch hier noch nicht verabschiedet hat. Selten begegnet uns ein Auto, wir fühlen uns wirklich in der freien Natur. Eine Strecke, wie sich jeder Tourenradfahrer wünscht.

Schon bald verzieht sich die Sonne. Das Thermometer sinkt auf sage und schreibe 3 Grad und es beginnt zu nieseln. Das Wetter wechselt in kurzen Abständen. Es fängt leicht an zu schneien und dann gibt’s noch Eisregen. Doch kaum zu glauben. Als wir gegen Abend wieder an unserem Ausgangspunkt ankommen, lässt sich die Sonne wieder blicken.

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Informationstafel auf dem Bow Valley Parkway. Bären haben wir noch keine gesehen. Barbara sorgt mit ihrer Hupe für entsprechenden Lärm.



Dienstag, 17. Mai 2011 (Text von Doris)

Ich erwache nachts am ganzen Körper zitternd. Es sind gerade noch 3° Celsius im Camper. Schnell montiere ich über das warme „Pischi“ die Fliessjacke, setze eine Mütze auf und ziehe die Handschuhe über. So denke ich die Nacht zu überleben. Der erste Blick am Morgen aus dem Fenster bestätigt meine Befürchtung. Es hat geschneit!

Nach dem Frühstück steigen Barbara und Edi auf ihre Fahrräder. Xavi und ich werden, da ich stark erkältet bin, für heute das Radeln sein lassen. Entlang des Bow Valley Parkway beobachten wir Tiere und wandern in den Johnston Canyon zu einem Wasserfall. Am Lake Louise herrscht tiefer Winter. Die Berggipfel sind im Nebel und es schneit. Der See ist immer noch mit einer 1 m dicken Eisschicht bedeckt.!

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Wie wunderbar muss es hier an einem sonnigen Tag sein!



Mittwoch, 18.Mai 2011 (Text von Doris)

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Nun weiss ich es. Einen Tag später stehe ich wieder am Lake Louise. Vor mir ragt ein riesiger Gletscher in den tiefblauen Himmel.

Auf dem Icefields Parkway geht es weiter Richtung Jasper Nationalpark. Diese Strasse durch das Herz der kanadischen Rocky Mountains wurde 1931 von Hunderten Arbeitslosen gebaut. Sie schufteten für gerade mal 20 Cents am Tag, nur mit Pickel, Schaufel und Pferden. Es standen nur wenige kleine Traktore zur Verfügung. Im Jahre 1940 wurde die Strasse eröffnet. Heute fahren wir auf einer gut ausgebauten geteerten Strasse durch diese unglaublich schöne Bergwelt. Die Gipfel ragen bis 3800 m in die Höhe.

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Gegen Abend sind die Chancen gross, Wildtiere zu sehen. Ein Schwarzbär!!…..Xavi sieht ihn zuerst, obwohl er sich eigentlich aufs Fahren konzentrieren sollte. Der Bär sitzt gemütlich auf seinem Hinterteil an der Strassenböschung. Sein tiefschwarzes Fell glänzt in der Abendsonne. Er lässt sich durch uns nicht stören, sondern beginnt gemütlich Gras zu fressen. Was für ein einmaliger Anblick!

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Plötzlich setzt Xavi wieder den Blinker und stoppt abrupt den Camper. Was guckt den da über die Leitplanke? Eine Gruppe Dickhornschafe äst friedlich am Flussufer. Meine Augen glänzen. Noch nie konnte ich sie auf unseren Alaskareisen beobachten.

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Freitag, 20. Mai bis Sonntag, 22. Mai 2011

Campieren in Wildtiergebieten (Text von Doris)

Zu unserem Erstaunen werden wir von der Parkverwaltung am Eingang des Jasper Nationalparks mit einem Informationsschreiben und Plakaten vor weiblichen Wapitis (Nordamerikanische Rothirsche) gewarnt.

Sie haben über Jahre gelernt, ihre Jungen im Mai in Campingplätze zu setzen, um sie vor ihren natürlichen Feinden, den Bären, Wölfen, Kojoten

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 oder Pumas zu schützen, die ja bekanntlich Menschen meiden. Hirschkühe sind sehr fürsorgliche, aber aggressive Mütter, die ihren Nachwuchs mit heftigen Fusstritten verteidigen. Es kann daher zu gefährlichen Begegnungen führen, wenn Menschen unbeabsichtigt zu nahe am im Dickicht versteckten Kalb vorbeigehen.

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Natürlich bleiben auch Bären die Düfte unserer gegrillten Steaks nicht verborgen. Um sie vom Campingplatz fernzuhalten, sind einige Vorschriften beachtet werden. Überall stehen auf dem Campingplatz Warntafeln. Gäste, die zelten, müssen ihre Esswaren und Getränke in bärensicheren „Schliessfächern“ aufbewahren.

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Den Abfall entsorgen wir in bären-sicheren Abfallcontainern. Zudem sind sie mit einer schweren Betonplatte gesichert, damit auch der kräftigste Bär ihn nicht umstossen kann. Der Campingplatz muss blitzblank gehalten werden. Ist ein Bär einmal an mensch- liche Esswaren gekommen, wird er auf diese zurückkommen.

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Bären, die trotzdem immer wieder in den Campingplatz eindringen, werden in den Bärenkäfig gelockt und viele Kilometer weiter wieder ausgesetzt. Leider bleibt aber oft der Abschuss die einzige Lösung.

Mehr Informationen zu den Bären gehe zu Hintergrundinformation zu Bären

Abschied von den kanadischen Rocky Mountains (Text von Edi)

Zu Viert wollen wir heute vom Winter in den kanadischen Rocky Mountains Abschied nehmen. Mit unseren Velos radeln wir zum Maligne Lake. Entlang der Strasse liegen noch Reste von Schnee, die Temperaturen sind dennoch angenehm.

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Der See liegt zu unserem Erstaunen noch unter einer dicken Eisdecke. Eine Fahrt mit unseren Velos auf dem Eis wagen wir dennoch nicht. Der Touristenort ist ausgestorben, das Restaurant noch geschlossen.

Auf dem Rückweg geniessen wir die langen Schussfahrten. Wir halten uns an die vorgegebene Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h. Nur wir Männer überschreiten knapp die Toleranzgrenze. Es ist ein tolles Gefühl, es so rasant durch die Wälder, entlang der Schluchten rauschen zu lassen und den kühlen Wind am ganzen Körper zu spüren.

Die Rocky Mountains verlassen wir nordostwärts auf der Bundesstrasse 16. Zum Abschied können wir den Mount Robson in seiner ganzen Grösse bestaunen. Mit 3954 m ist dies der höchste Berg der kanadischen Rocky Mountains. Meistens ist die Bergspitze durch Wolken und Nebelschwaden verhangen. Wir haben Glück, blauer Himmel und es ist herrlich warm. Die Sonnenstrahlen geniessen wir besonders intensiv, da die Wettervorhersage für die kommenden sieben Tage Regen meldet.

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Je mehr wir ins Flachland vorstossen, desto grüner und wärmer wird es. Die Laubbäume leuchten in der Sonne in ihrer hellgrünen Pracht. Entlang der Fernstrassen wird hier auf beiden Seiten auf einer Breite von 10 bis 20 m aus Sicherheitsgründen der Wald abgeholzt. So entsteht ein Gürtel von Gras und Buschlandschaft. In diesem Bereich halten sich die Wildtiere gerne auf. So können wir heute vom Strassenrand aus wieder mehrere Schwarzbären beim Fressen beobachten. Ganze nahe, jedoch in Sicherheit hinter unseren Autoscheiben.

Die Wetterprognose hält, was sie angekündigt hat. Es regnet und regnet. Im Lokalradio erklärt ein Sprecher, es gebe hier nur zwei Jahreszeiten und zwar „water on and water off“. Dies trifft zu. Entlang der Strasse stehen grosse Landstriche unter Wasser. Es scheint hier nicht erst seit heute zu regnen.

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Nun befinden wir uns auf dem Fort Telkwa Riverfront RV Campground, östlich von Smithers. Der Bulkley River kann noch ca. 7 Meter steigen, bis wir nasse Füsse bekommen.

 



Montag, 23. Mai bis Donnerstag 26. Mai 2011   (Text von Edi)

Auf dem Cassiar Highway geht’s weiter nordwärts. Schön gemütlich, denn wir haben Zeit. In Hazelton und Kitwanga besuchen wir Indianersiedlungen und bestaunen die Totempfähle. Jeder dieser Pfähle erzählt die Geschichte einer Sippe. Auch in dieser Gegend wurden die Indianer bei der Kolonialisierung vertrieben oder ermordet. Kein Ruhmesblatt für die Pioniere aus Europa.

Unterwegs können wir immer wieder Bären beobachten. Erstmals erblicken wir Bärenmütter mit ihren Jungen. Da wir sozusagen die einzigen auf der Strasse sind, können wir ohne Probleme anhalten, den Motor abstellen und die Tiere bewundern. Teilweise haben wir das Gefühl, dass aber auch die Bären uns begutachten und sich vielleicht dabei denken: „Nicht einmal in Ruhe fressen kann man, immer diese Touristen, die fotografieren und filmen.“

In Stewart unternehmen wir einen kurzen Abstecher nach Alaska und besuchen Hyder. Es gibt keine amerikanische Grenzkontrolle. Hyder hat nur 97 Einwohner, die Hälfte lebt unter der Armutsgrenze. Bis zur Grenze ist die Strasse asphaltiert, dann nur noch Schotterstrasse und festgepresste Sandpiste. Alles sieht verfallen und heruntergekommen aus. Es gibt zwei Einkaufsläden, zwei Bars, die US-Post und wenige Hotels, bei denen wir nicht wissen, ob diese überhaupt noch betrieben werden oder bereits in sich zusammen fallen. Zudem hat es einen Zeltplatz, auf dem wir die einzigen Camper sind.

Wir besuchen die Glacier Inn Bar. Dort gönnen wir uns den Luxus, einmal nicht selber zu kochen, sondern uns bewirten zu lassen. Zur Zeit der Goldsucher hat ein Mann eine Dollarnote mit seinem Namen versehen an die Wand genagelt. Falls er nach gescheiterter Suche nach Gold wieder in die Bar komme, so wolle er wenigstens eine warme Mahlzeit und einen Drink zu sich nehmen können. Dies hat viele Nachahmer gefunden. Nun sind die grossen Wände mit Banknoten mit Namen und Daten versehen Ich versuche, die Noten zu zählen (mit Schätzung Höhe x Breite). Es müssen weit über Tausend Noten sein. Da der Platz an den Wänden mittlerweile fehlt, werden nun Zwischenwände aufgestellt. Beeindruckend, doch man kann es auch übertreiben …    

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  In der Glacier Inn Bar, auch hier natürlich die einzigen Gäste ...

Auf dem Cassiar Highway begegnen uns fast mehr Schwarzbären als Autos. Heute Abend haben wir Schwarzbär Nummer 29 beobachten können. Der Frühling ist ideal. Im Wald finden die Bären noch fast keine Nahrung. Am Strassenrand jedoch blüht der Löwenzahn und das Gras ist teilweise schon kräftig grün. Deshalb halten sich viele Bären entlang der Strasse auf.

Ein weiterer Tag „on the road“. Das schlechte Wetter haben wir hinter uns gelassen, so dass wir die angedrohten 7 Regentage nicht durchstehen müssen. Wir sind immer noch fast alleine auf der Strasse. Links und rechts eine schneebedeckte Bergkette. Wald wechselt sich mit Buschlandschaft ab. Die Seen sind teilweise noch zugefroren. Die Eisdecke ist aber nicht mehr kompakt. Es schimmert das blaue Wasser durch. Eine halbe Stunde fahren wir durch eine trostlose Gegend. Der Wald ist abgebrannt. Verkohlte Bäume, am Boden graue Asche so weit das Auge reicht .

Die uns unendlich scheinende Strecke ist und bleibt abwechslungsreich.

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Wir durchqueren eine wirklich abgelegene Gegend. Eine Gegend, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Und siehe da, am Abend begegnet uns ein Fuchs und am andern Morgen ein Hase. Ob sich diese jedoch gute Nacht gesagt haben, das wissen wir nicht.



Freitag, 27. Mai bis Mittwoch, 1. Juni 2011

S, S und S, wie Schotterpiste, Schlaglöchern und Staub  (Text von Edi)

Vor zwei Tagen sind wir in Watson Lake auf dem Campbell Highway Richtung Ross River gestartet. Die 370 km lange Strecke ist bis auf wenige Kilometer nicht asphaltiert. Diese Verbindungsstrasse in den Norden wird anscheinend nur selten gewählt.

So begegnen uns auf der gesamten Länge ein Lastwagen, ein Ranger Fahrzeug und zwei Personenwagen. Wir erblicken den ersten Grizzly. Er steht mitten auf der Schotterpiste. Wir stoppen. Er watschelt langsam auf uns zu, hält an und schnuppert in der Luft herum. Dann dreht er sich um, schaut noch einmal zurück und rennt auf der Strasse davon und ab in den Wald. Unser ständiger Begleiter ist jedoch der feine Staub. So halten wir zwischen unseren Wagen einen Abstand von mehreren Minuten, denn sonst ist das zweite Fahrzeug wie eingenebelt.

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Unser Nachtlager schlagen wir am Ufer des Little Salmon Lake auf. An der Sonne ist es angenehm warm, richtiges T-Shirt Wetter. Plötzlich tritt ein kalter Wind auf. Wenige Minuten später beobachten wir, wie dieser starke Wind von Osten her Eisschollen vor sich schiebt. Nun sind grosse Flächen des vor kurzem noch klaren Sees mit Eis bedeckt. Das aneinander Schieben der Eisflächen verursacht klirrende Geräusche, die sich so anhören, wie Glas zerschlagen würde. Wir ziehen die warmen Jacken über und bewundern dieses Naturschauspiel.

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Kurze Nächte   (Text von Barbara)

Einmal mehr befinden wir uns auf einem Zeltplatz mitten im Wald (Moose Creek nach Stewart Crossing). Die Rollenverteilung ist klar! Die Männer Holz spalten und ein Feuer entfachen und überwachen. Das sieht anstrengend aus, ist jedoch eindeutig der „Schoggi-Job“. Wir Frauen sind für die Vorbereitung des Fleisches und der Zutaten auf dem Grill verantwortlich. Doris ist die Chefköchin (Fourierin). Ihr Vater sagt immer, der Fourier sei im Militär der wichtigste und das kann ich nur bestätigen. Unsere Fourierin stellt jeweils aus-gezeichnete und abwechslungsreiche Menus zusammen. Heute Abend gibt es auf dem Grill Spiessli und Wurst. Keine Steaks! Dies infolge Budgetüberschreitung! Der guten Ordnung halber sei hier noch erwähnt, dass für die Nichteinhaltung des Budgets nicht Doris verantwortlich ist, sondern unsere Männer mit ihren Whisky-, Wein- und Bier-Einkäufen.

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Unsere Kleider sind nicht nur staubig, sondern haben nun auch noch einen angenehm geräucherten Duft. Die vielen Mücken lassen sich davon nur teilweise abhalten, deshalb verziehen wir uns jeweils unter unser Moskitozelt. Eine geniale Einrichtung.
Es ist so angenehm draussen, dass es meistens spät wird. Teilweise ist es kurz vor Mitter-nacht, wenn wir uns in unsere Camper zurückziehen. Es ist aber immer noch hell. So richtig finster wird es praktisch nicht mehr (Stand Dawson City: Sonnenuntergang 13 Minuten nach Mitternacht, Sonnenaufgang 04.18 Uhr).

Abstecher auf den Dempster Highway   (Text Edi)

Bevor wir nach Dawson City fahren, unternehmen wir einen Abstecher auf dem Dempster. Die vor wenigen Tagen von Xavi durchgeführte Nachtwanderung (genauer gesagt um 23 Uhr in der Abendsonne) hat bei den übrigen Teilnehmern nicht sonderliche Begeisterung geweckt. Es war nicht der beschwerliche Weg zum Moose River mit den vielen Mücken. Nein, es war das ungute Gefühl, einen Bären beim Fressen zu überraschen. Deshalb entscheiden wir, die neue Abend-Exkursion mit dem Camper zu unternehmen. Wir überqueren die Ogilvie Mountains. Auf den zugefrorenen Seen befinden sich noch einige Karibu-Kadaver. Tiere, die den harten Winter nicht überstanden haben und nun gefundenes Fressen für Wölfe und Bären sind. Solche sehen wir jedoch keine, dafür eine Vielzahl von Schneeschuhhasen und Moorschneehühner. Diese sonnen sich am Stras-senrand, hüpfen oft im letzten Augenblick vor dem Auto vorbei. Besondere Aufmerksamkeit weckt ein Polarfuchs in seinem weissen Winterkleid.

Zur gewohnten Zeit, das heisst einmal mehr nach Mitternacht, verziehen wir uns in die Schlafsäcke. Der Tag hat sich jedoch noch nicht verabschiedet.

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Dempster Highway

Maulwürfe am Bonanza Creek   (Text von Xavi)

Von den Tombstone Mountain am Dempster Highway erreichen wir nach einigen Hügel-ketten und Wälder das Tal des Klondike River. Wir stossen auf die ersten Schutthalden aus der Goldgräberzeit. Vor über 100 Jahren drehten Abenteurer am Flussufer jeden Stein um, um sich ihre Träume vom schnellen Reichtum zu erfüllen. Die riesigen Geröllhalden sind allerdings erst später durch gewaltige Schaufelbagger entstanden.

Wir erreichen Dawson City, mit rund 1900 Einwohnern der zweitgrösste Ort im Yukon Territory. George Carmack, Skookum Jim und Dawson Charlie - die Namen wurden Legende. Im August 1896 rasteten die Männer am Rabbit Creek, einem Seitenbach des Klondike River und fanden ganz nebenbei Mengen von Gold. Damit lösten sie den grössten Goldrausch des Jahrhunderts aus. Der kleine Bach wurde zum „Bonanza Creek“ umgetauft und binnen weni-ger Monate wühlten hier über 30‘000 Goldgräber wie die Maulwürfe. Riesige Vermögen wurden gemacht und verloren.

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Bilder aus der guten alten Zeit

Dawson City wurde zur grössten kanadischen Stadt westlich von Winnipeg. Die Stadt, nur 240 km südlich des Polarkreises gelegen, hiess schnell „ das Paris des Nordens“ mit Hotels, Theatern, Tanzhallen und Bars, Kirchen und Spitäler, Seite an Seite mit Blockhütten und Lagerhallen. Die Bevölkerung war ein buntes Gemisch von Goldgräbern, Ärzten, Tanzmäd-chen, Pfarrern und schillernden Persönlichkeiten wie Jack London. Über Tausende von Kilo-metern wurde jeden Sommer französischer Wein, Bücher, Kleider nach der neusten Mode, Pianos und Goldgräberausrüstungen mit dem Schiff von Vancouver aus nach Skagway in Alaska, dann mit der White Pass and Yukon Railway nach Whitehorse und von dort mit Rad-schaufeldampfern den Yukon hinauf nach Dawson City geschafft.

Grosse Firmen kauften die einzelnen „claims“(abgesteckte Parzellen) auf, um sie im grossen Stil auszubeuten. Grosse Schaufelradbagger (Dredge) wühlten nun im Grund der Täler am Klondike. Wir besichtigen Gold Dredge Nr. 4, die bis 1959 den Boden des Bonanza Creek Tals bearbeitete. Drege Nr. 4 belegt 2/3 eines Fussballfeldes und ist 8 Stockwerke hoch. Die Dredge konnte bis zu 17 Meter unterhalb und 5 Meter oberhalb der Wasseroberfläche graben. Sie bewegte sich in einem von ihr selbst gegrabenen Teich vorwärts, indem sie vorne goldführendes Kies abbaute, das Gold in einer sich drehenden Trommel auswusch und den übrigbleibenden Kies durch ein Förderband hinten auswarf und so grosse Schutthalden schuf. Nach Ankunft der grossen Schaufelbagger zog die Meute der Goldsucher langsam weiter nach Alaska.

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Die Dredge Nr. 4

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Maulwurfhügel

Um 1940 war Dawson City ein Dorf von weniger als 1000 Einwohnern. Als 1953 noch die Regierung des Territoriums nach Whitehorse verlegt wurde, verfiel Dawson City, das Unkraut wuchs hoch zwischen den verrottenden hölzernen Bürgergehsteigen. In der Umgebung wird weiterhin Gold abgebaut und das Dorf lebt im Sommer auch vom Tourismus.

Einige alte Gebäude wurden restauriert und die neuen im Stil der Goldgräberzeit erbaut. Ein Hauch der alten „good old time“ weht durch die nicht geteerten Strassen. Vielleicht gehen wir heute noch in die Gambling Hall. Wegen der Budgetüberschreitung werde ich der Tänzerin wohl kaum einen Dollarschein ins Strumpfband stecken können.

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Mittwoch, 2. Juni bis Sonntag, 6. Juni 2011

Endlos scheinende Kurven mit „Up and Down’s“   (Text von Edi)

Mit einer kleinen Fähre überqueren wir den Yukon River. Auf dem „Top of the World“ Highway schlängeln wir uns um unzählige Hügel bergauf, dann wieder bergab, um erneut die nächste Anhöhe in Angriff zu nehmen. Dies über eine Länge von 120 km mit einer unglaub-lichen Weitsicht. Den höchsten Punkt erreichen wir bei 1‘350 m. Einige Regentropfen fallen, doch dann scheint, wenn auch zaghaft, wieder die Sonne. Wenn wir jeweils für kurze Augen-blicke aussteigen, dann durchdringt ein eisiger Wind unsere Kleider. Hinter den Scheiben ist es jedoch sehr angenehm.

Grenzkontrolle zu Alaska  (Text von Edi)

Im Niemandsland befindet sich das Zollhaus. 20 Meter vor dem Kontrollposten stehen zwei Ampeln auf rot. Der Grenzwächter beobachtet uns durch einen Feldstecher, wendet sich ab und begutachtet uns von neuem. Anscheinend ist dies die erste Vorkontrolle, bevor die Ampel auf grün gestellt wird. Noch nie wickelten sich die Formalitäten in die USA so einfach ab wie bei dieser Einreise. Wohl die üblichen Fragen, jedoch keine Fahrzeuginspektion. Sogar den in Kanada gekauften Bärenspray können wir problemlos mitnehmen. Schwungvoll knallt der Beamte den Stempel in den Pass mit dem Vermerk: „Ausreise bis am 3. Dezember 2011“. Wir können uns somit ein halbes Jahr für unsere lange Reise mit dem Velo in den Süden der USA Zeit lassen. Doch noch sind wir über 1‘000 km vom Ausgangspunkt in Prudhoe Bay entfernt.

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Kurze aber intensive Begegnung   (Text Barbara)

Wieder suchen wir einen Zeltplatz direkt an einem See. Dieser hat zwar keine Dusche und das Wasser ist bei einem Pumpbrunnen zu holen. Dafür sind diese Naturzeltplätze wunder-schön in die Natur eingebettet. So steuern wir den Campground „Moon Lake“ kurz nach Tok an.

Auf dem Platz neben uns steht ein kleines Zelt, davor zwei Fahrräder mit einigen halb aus-gepackten Velotaschen. Ganz klar, dass wir etwas mehr über unsere Nachbarn erfahren wollen. Wir stellen uns vor und bieten ihnen ein kühles Bier an. Die Augen strahlen, dies sei für sie wie Weihnachten! Aus dem gemeinsamen Apéro wird ein gemütliches gemeinsames Abendessen mit Spaghetti, Salat, Rotwein und zum Schluss natürlich den obligaten Whisky. Erfahrungen werden ausgetauscht und gegenseitig die Zukunftspläne erläutert. Petra und Volker haben schon etliche lange, abenteuerliche Velotouren unternommen. Diesmal wollen sie von Alaska bis Feuerland. Die Ankunft ganz im Süden von Südamerika ist im Januar 2013 geplant. Hut ab vor so einem Veloabenteuer!

Es ist schon spät, als wir uns von Volker und Petra verabschieden. Dies ist wieder einmal eine kurze aber intensive Begegnung, welche wir immer sehr schätzen.

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Zwischenstopp in Fairbanks   (Text von Barbara)

Nach über 5'000 km mit den Truck Campern erreichen wir Fairbanks. Bevor wir die nächste Etappe nach Prudhoe Bay in Angriff nehmen, werden wir morgen einen Grosseinkauf für 18 Tage tätigen. Auf dem ganzen Dalton Highway besteht keine Möglichkeit, richtig einzukaufen. So werden wir für diese Zeit zu Selbstversorgern.

Auszug aus der Einkaufsliste unserer Fourierin:

7 kg Teigwaren und Reis, 6 Gläser Sugo, 6 Dosen Maiskörner, 4 Dosen Gemüse, 3 Dosen Bohnen (auch für Salat), 3 Packungen Pan Cake Mischung, 2 kg Mehl, 10 Liter Milch, Milch-pulver, 1,25 l Rahm, 1,8 kg Butter, 36 Eier, 2 Sauercreame, 200 g Frischkäse, 1,2 kg Hartkäse, 500 g Parmesan, je eine Packung Schinken, Salami und Speck, 2 grosse Würste, 2 Packungen Hackfleisch; verschiedene Früchte wie Äpfel, Birnen, Melonen, 3 kg Kartoffeln, 1 kg Rüebli, 10 Zwiebeln, 2 Knoblauch, dann 1 Blumenkohl, 2 Zucchini, 9 Peperoni, 12 Tomaten, 2 Gur-ken, 3 grüne Salate, 2 Zitronen. Weiteres wie Müesli, Guetzli, Überlebensriegel, Schoggi, Salzgebäck, Gemüse- und Rindsbouillon, 2 Beutel Bratensauce, Hefe, Essig, Oel, Senf, Kaffée, Tee, Konfitüre und Honig.

Nebst 190 Litern Frischwasser brauchen wir noch 75 Liter Mineralwasser (inkl. Cola, Tonic, 7up), 96 Dosen Bier, 2 Liter Rotwein und, falls noch eine Ecke frei ist im Camper, 3,5 Liter Whisky.

Grosseinkauf ist getätigt!

Gemäss Statistik von Edi ein Zusatzgewicht nach diesem Grosseinkauf von ca.180 kg. Und dies alles muss dann in unsere Truck Camper verstaut werden.

 



Dienstag, 7. Juni bis Donnerstag, 9. Juni 2011

Fahrt zum nördlichen Eismeer   (Text von Edi)

2 Tag benötigen wir für die 800 km, um auf dem Elliott und Dalton Highway ans nördliche Eismeer zu gelangen- Ich habe anhand des GPS und der Suunto-Uhr die Höhenmeter über-prüft. Es sind wirklich mehr als 10‘000 Höhenmeter auf dieser Strecke. Die Strasse ist insge-samt besser als erwartet. Doch mehrere 100 km sind rauhe Schotterstrasse. Barbara meint, dass sie die Strecke, die sie in den kommenden Tagen mit dem Velo abradeln werde, lieber nicht zum voraus gesehen hätte.

Die Pipeline, die oft entlang der Strasse führt, ist beeindruckend ( à mehr dazu siehe Hinter-grundinfos). Aber auch die Landschaft hier im rauhen Norden beeindruckt uns. Im letzten Abschnitt finden wir nur weite Tundra, sonst nichts. Das Wetter zeigt sich von der ideen-reichen Seite. Wolken, Sonne, Gewitter und etwas Schneegestöber, das ganze Programm.
Es hat wenig Touristen, dafür bereits viele Mücken. Diese kleinen Plagbiester haben es natürlich auf uns abgesehen.

Deadhorse = Totes Pferd   (Text von Edi

Was für ein merkwürdiger Name für die Ortschaft ganz oben am nördlichen Eismeer. Es ist eine Basisstation für die Arbeiter in Prudhoe Bay.

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Noch wenige Stunden und wir werden zur ersten Veloetappe starten.
Wir können es kaum erwarten.

 

zum Reisebericht:   1. Veloetappe ab Prudhoe Bay