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Sonntag, 6. Mai bis Mittwoch, 9. Mai 2012

Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt  (Eintrag von Edi)

Es ist fast genau ein Jahr her, als wir mit unseren Velokisten auf dem Flughafen aufs Einchecken nach Vancouver warteten.

Nun stehen wir wieder mit den sperrigen Velokisten vor einem Schalter. Obschon der Flug bis Bordeaux nur 90 Minuten dauert, sind die Vorbereitungen und das Fliegen mit den Velokisten und der ganzen Campingausrüstung nicht weniger umständlich. Geplant war die Reise nach Bordeaux eigentlich mit dem Zug. Doch die französischen Bahnen befördern in den Schnellzügen nach Bordeaux keine Velos.

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Das Einchecken geht reibungslos. Wir bringen einige Kilogramme Übergewicht auf die Waage, doch bezahlen müssen wir nichts. Diese Einsparung werden wir mit einem feinen Nachtessen und einem guten Bordeaux ausgleichen.

In Bordeaux gelandet stellen wir fest, dass zum Hotel kein Shuttlebus existiert. Wir erkundigen uns beim Chauffeur eines Linienbusses. Er sieht die 4 Velokisten, vier grosse Seesäcke, vier grosse Rucksäcke und sagt fast etwas verlegen: „Es tut mir wirklich leid, aber ihr habt viel zu viel Gepäck, das bringen wir nicht in den Linienbus hinein“. Dies ist eigentlich gar nicht so schlimm. Wir packen unsere Fahrräder in der Empfangshalle aus und beginnen mit dem Zusammensetzen. Das geht ja „ruck, zuck, zack, zack“. Hinterrad dann Vorderrad montieren, justieren, Reifen pumpen, Pedale anschrauben, Gepäckträger festschrauben, Lenkstange zusammensetzen, richten und fixieren. Halterung für Trinkflaschen, Rückspiegel festschrauben und dann haben wir es. In unregelmässigen Abständen patroullieren Polizisten mit MGs durch die Halle. Einmal kommen sie zu den Kisten und schauen hinein. Ob dieses Sicherheitsvorgehen wohl wegen den Präsidentschaftswahlen ist?

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Über drei Stunden dauert es, bis unsere Stahlrösser fahrtüchtig dastehen und mit den Saggochen und den Zeltsäcken bepackt sind. Nach dem Motto „Gründlichkeit vor Geschwindigkeit“ nehmen wir uns Zeit. Es ist kurz nach 21 Uhr, als wir den Flughafen verlassen und versuchen, den Weg zu unserem Hotel zu finden. Wir kommen nicht sehr weit, da höre ich ein merkwürdiges Geräusch hinter mir. Doris vollzieht eine Bruchlandung und liegt auf dem Boden. Der liebe Ehemann Xavi hat vergessen, die Lenkstange zu fixieren, so dass bei einer Kurve das Vorderrad trotz Drehung der Lenkstange gerade aus wollte. Nebst ein paar kleineren Schrammen ist nichts passiert. Und wie lautete die Rechtfertigung von Xavi: „ Sorry, es hatte so viele Schrauben zum Anziehen“. Und wirklich, all die anderen Schrauben hat Xavi vorbildlich angezogen.

Bordeaux  (Eintrag von Barbara)

Heute Montag steht die Besichtigung von Bordeaux auf dem Programm. Dies ohne unsere Velos, sondern mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und natürlich viel zu Fuss. Unser erstes Ziel ist der Bahnhof. Wir wollen die Fahrkarten für den Zug von Dienstagnachmittag nach Biarritz, unserem Ausgangspunkt der Velotour, lösen. Alles verläuft reibungslos. Es braucht für die vier Velos keine zusätzlichen Fahrkarten und auch keine Reservationen.

Anschliessend bummeln wir bei wunderschönem Frühlingswetter durch die Altstadt von Bordeaux, geniessen an der Sonne feine Baguettes und einige Bierchen. Bordeaux hat, wider Erwarten, wirklich Charme. Eine grosszügig angelegte Stadt mit vielen Parks und Alleen. Auch die lange Fussgängerzone mit den vielen Läden hat für Doris und mich natürlich ihren Reiz! Schade, wir sind ja noch nicht einmal gestartet, also keine Einkäufe trotz den vielen Schildern „sale“!

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Herzlich willkommen im renommierten Badeort Biarritz (Text von Edi)

Nicht nur Napoléon I und III haben hier ihre Sommerferien verbracht. Könige, Grafen und Fürsten wählten früher immer wieder diese Stadt als ihre Sommerresidenz. Es kommen aber auch weniger berühmte Personen nach Biarritz, wie die vier Velofahrer, die hier ihre Reise let's go east starten wollen.

Es ist ein wundervoller sommerlicher Tag. In einem Strassencafé sitzen wir, staunen aufs Meer und philosophieren, was uns die Reise wohl alles bringen wird. Bevor wir losradeln verweilen wir hier einen Tag. Wir besuchen den Leuchtturm, den alten Hafen und pedalen durch die engen Gässchen der Altstadt. Biarritz hat ca. 25‘000 Einwohner. Im Hochsommer tummeln sich in und um das Städtchen über 150'000 Touristen. Die ersten sonnenhungrigen Menschen liegen am Strand oder baden im 15 Grad kalten Meer. Klippenspringer versuchen, die Touristen ins Staunen zu versetzen und die vielen Surfer, Könner und Anfänger,  tummeln sich in den Wellen. Ein ganz klein wenig scheint die Saison doch schon begonnen zu haben.

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Wir kaufen Lebensmittel ein und ergänzen unsere Ausrüstung. In den kommenden Tagen werden wir entlang der Côte d'Argent vielleicht nicht immer Einkaufsmöglichkeiten vorfinden.

Nach einer eher schlechten Pizza geniessen wir noch den wunderschönen Sonnenuntergang. Wir planen, Morgen früh Richtung Norden zu starten.

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Donnerstag, 10. Mai 2012  Aller Anfang ist schwer

Wir bepacken unsere Räder und staunen über das Gewicht. Haben wir wirklich so viele Sachen mitgenommen? Anscheinend schon. Sorgenvoll erzählt uns der Concierge des Hotels, dass es  im Monat Mai hier in Biarritz noch nie so heiss gewesen sei. Wir wollen nicht jammern, im Gegenteil, wir geniessen diesen Hitzetag, auch wenn schon nach der ersten Steigung das Veloleibchen am Körper klebt und unter dem Helm die Schweissperlen herunterrollen. Das Thermometer zeigt am Schatten 34 Grad an.

Für den Start halten wir uns an die Streckenführung der IGN-Velokarte. Obschon es sich um die Ausgabe 2010 handelt ist der Veloweg, der uns mehrere Kilometer entlang der Dünen nordwärts führt, nicht eingezeichnet. Auch spätere Streckenabschnitte sind nicht als Velowege in der Karte markiert. Wir wissen ja aus früheren Reisen, dass die Qualität der Karten und auch der Velokarten, wenn überhaupt vorhanden, nicht derjenigen der Schweizerkarten entspricht. Wir werden uns somit nicht nur auf unsere Karten verlassen, sondern den Wegweisern „Piste Cyclable de la Côte“ folgen. Zwischendurch werden wir uns sicher auch auf das Bauchgefühl verlassen müssen.

Entlang der L’Adour erreichen wir Bayonne. In dieser Stadt wurde das Bajonett erfunden. Das Museum haben wir jedoch nicht besucht.

Auf dem Campingplatz „Océliances“ in Seignosse stellen wir unsere Zelte auf dem sandigen Boden zwischen den Pinienbäumen auf. Im Restaurant sind wir die einzigen Gäste und werden mit grosser Aufmerksamkeit bedient.

Kurz vor Mitternacht gehen wir unter die kalte Dusche und dann ab ins Zelt.

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Freitag, 11. Mai 2012  Durch die Pinienwälder entlang der Sanddünen

Unsere Damen hatten gestern Abend oder in der Nacht Besuch. Mehrere juckende Stiche von Sandflöhen. Xavi und ich sind verschont geblieben. Vielleicht war es die Ausdünstung der verschiedenen Bierli, welche den Sandflöhen nicht behagte.

Die Morgentoilette, das Abbauen der Zelte und das Aufschnallen all unserer sieben Sachen aufs Velo benötigt fast drei Stunden. Da besteht noch Optimierungspotential.

Die Strecke führt uns durch die leicht hügeligen Sanddünen mit den grossen Pinienwäldern. Entlang des Weges und in den Lichtungen leuchten die gelben Blüten der Ginstersträuche. Der grösste Teil der Strecke weist einen feinen schwarzen Teerbelag auf. Der autofreie Weg ist nicht nur ein Velo- und Wanderweg, sondern dient im Ernstfall der Feuerwehr, um in die Sanddünen zu gelangen.

Im Cap de l’Homy schlagen wir wieder unsere Zelte auf. Es ist Regen und Gewitter angekündigt. Doch wir lassen uns überraschen

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Samstag, 12. Mai 2012  Auch hier haben die Wetterpropheten nicht immer recht

Für einmal sind wir dem starken Wind dankbar, auch wenn er von Nordwesten her bläst.  Er vertreibt die Wolken und schon gegen Mittag hellt sich der Himmel auf. Die dunklen Wolken haben sich ins Landesinnere verzogen.

Die Strecke führt wieder durch die Pinienwälder. Der Veloweg ist zum Teil nur noch ganz schmal mit vielen Löchern und Unebenheiten versehen. Wegschilder weisen darauf hin, dass dieser Streckenabschnitt nur für „Fortgeschrittene“ geeignet sei („piste dangereuse“ frei übersetzt).

Wenn sich die Möglichkeit bietet, auf einem Quersträsschen durch die Dünen ans Meer zu gelangen, dann nutzen wir diese und verbinden den Abstecher mit einer Pause. Die Weite des feinen silbernen Sandstrandes ist beeindruckend. 240 km lang ist die Côte d’Argent. Wir können somit diese schöne Küste noch einige Tage bewundern.

In Mimizan Plage schlagen wir wieder das Zelt auf, nein, wir gönnen uns ein Zimmer in einem kleinen alten Hotel. Wäsche ist angesagt, und all unsere elektronischen Geräte benötigen wieder einmal etwas Energie.

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Anmerkung in eigener Sache: Da sich keine Freiwilligen in unserer Gruppe bisher gemeldet haben, werde ich die Einträge vornehmen. :-(

Montag, 14. Mai 2012  Français „Ici Fondeval“

In der Vorsaison zu reisen bietet sicher mehr Vor- als Nachteile. Viele Campingplätze sind jedoch noch geschlossen oder, falls geöffnet, dann ist das Restaurant noch zu. Kein Problem, wir haben ja unsere Küche dabei. Es fehlt allerdings noch die Gasflasche. Diese konnten wir nicht mit ins Flugzeug nehmen. Und hier ist uns einfach noch keine solche vor die Veloräder gerollt. Wir haben uns auch nicht sonderlich darum bemüht, denn so können wir uns voll auf die französische Küche konzentrieren. Wir bestellen mit unserem nicht so perfekten Französisch. Das Servicepersonal antwortet oft auf englisch. Ist unser Französisch wirklich so schlimm? Es zeigt sich auch hier deutlich, die Sprache der jüngeren Generation ist englisch. Sogar hier in Frankreich. Die Leute sind freundlich und zuvorkommend. Die Autofahrer halten an, auch wenn wir eigentlich keinen Vortritt aus dem Veloweg hätten. Es geht hier an der Côte d‘Argent etwas gemächlicher zu und her. In den Dörfern sehen wir Alt und Jung Boules (Boccia) spielen. In den Strassenbars sitzen die älteren Herren vor ihrem Gläschen Wein und diskutieren miteinander.

Dienstag, 15. Mai 2012 Auf den Dünen von Pilat

Gestern haben wir noch diskutiert, ob es sinnvoll sei, wegen der Hitze über die Mittagszeit die grössten Sanddünen Europas zu erklimmen oder doch besser erst gegen Abend.

Jährlich tummeln sich eine Million Touristen auf den Dünen von Pilat herum und vier davon sind wir. Heute Morgen regnet es und es ist kalt geworden. So steigen wir, eingepackt in Faser- und Windjacke auf den höchsten Punkt der Wanderdünen und dies, ohne schwitzen zu müssen.

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Ein wirklich beeindruckender Sandkasten. Die Dünen sind zwischen 100 und 115 m hoch, fast 3 km lang und an der Basis 500 m breit. Über 60‘000‘000 Kubikmeter Sand hat der Wind hier herangeblasen. Und wirklich, oben angekommen empfängt uns ein heftiger Wind mit feinem Sand. Die Dünen wandern pro Jahr ca. 1 bis 5 m landeinwärts und begraben langsam aber unaufhaltsam die Kieferbäume. Kahle Baumkronen sind noch zu erkennen, bevor sie ganz unter dem Sand verschwinden.

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Die Gewalt der wandernden Dünen musste auch die Ortschaft Mimizan erfahren. Das gesamte mittelalterliche Städtchen, sein Hafen und seine Abtei wurden im Laufe des 18. Jahrhunderts unter dem Sand einer heute befestigten Wanderdüne begraben. Nur der alte Glockenturm ragte noch aus dem Sand. Später wurde die Ortschaft wieder neu aufgebaut.

Den späteren Nachmittag lassen wir nun bei einem Bierchen ausklingen, lesen, Tagebuch nachführen und planen die weitere Etappe. Morgen geht’s mit der Fähre über das Bassin d’Arcachon nach Cap-Ferret und dann weiter nordwärts.

Nachtrag von Barbara

Natürlich kann auch ich einmal einen Eintrag vornehmen:

Es ist 19:00 Uhr. Entgegen der Information der Gerantin unseres Hotels hat das Restaurant nebenan auch heute geschlossen. Das bedeutet, dass nun keines der 6 Restaurants in der näheren Umgebung geöffnet ist. Einige öffnen erst ab Donnerstagabend und übers Wochenende. Doch dies nützt uns gar nichts. Pilat sur Mer ist ausgestorben. Auch im Familienhotel, in welchem wir uns befinden, sind wir die einzigen Gäste. Eigentlich super, noch nie hatten wir ein Hotel mit 17 Zimmern für uns allein.

Um 16:00 Uhr wird die Bar geschlossen und die Gerantin hat uns mit dem Hinweis verlassen: „Falls ihr etwas braucht, ruft mich einfach auf mein Natel an“. So sitzen wir ganz allein in der schönen, sonnigen Gartenterrasse dieses Hotels. Die wärmende Sonne scheint, als wolle sie sich für heute Morgen entschuldigen. Die Türe zur Récéption ist offen, ein Schlüssel liegt mit einem Zettel auf der Theke. Anscheinend werden heute Abend noch Gäste eintreffen.

Gleich gegenüber vom Hotel befindet sich ein kleiner Lebensmittelladen. In dieser L’Epicerie du Pilat holen wir uns für heute Abend den Apéro, das Nachtessen und den Nachtisch. Als Vorspeise gibt’s Antipasti mit Brot und Bier, zum Nachtessen Spare Rips , Kartoffeln und eine Flasche Grand Vin de Bordeaux aus dem Médoc. Zum Dessert geniessen wir Weich- und Hartkäse mit einer Flasche Grand Vin de Bordeaux aus dem St. Emilion. Zur Verdauung, natürlich rein aus medizinischen Gründen, einen grossen Schluck Whisky mit einer Tafel schwarzer Schokolade. Das war wirklich ein ausgezeichnetes Abendessen mit einer Ambiance, besser hätte es nicht sein können. Gekostet hat das Ganze nur wenige Euros. Als wir der Dame in der l’Epicerie für all ihren Aufwand ein Trinkgeld geben wollten, winkte sie energisch ab.

Wir haben diesen Faulenzernachmittag nach dem Dünentrip wirklich genossen und sind nun gestärkt für den Start zur morgigen Weiterfahrt.

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Improvisiertes Nachtessen. Im Vordergrund Fust's Wäsche zum trocknen.

Mittwoch, 16. Mai 2012  Eine Schiffsfahrt, die ist lustig …  (Eintrag von Doris)

Heute heisst es, die Fähre von Arcachon nach Cap Ferret zu erreichen. Wie immer, wenn es darauf ankommt, sind die Fust‘s im Stande, einen gewaltigen Zacken zuzulegen. Mit Höchstgeschwindigkeit erreichen wir wenige Minuten vor Abfahrt der Fähre den Billettschalter. Wir begeben uns in grosser Eile an den Ablegeplatz und stellen mit grossem Erstaunen fest, dass es sich bei der Personen- und Velofähre nur um eine kleine „Nussschale“ handelt. Um mit unseren bepackten Rädern an Bord zu gelangen, muss das Boot um einige Meter verschoben werden. Dies hat den Kapitän schon mal veranlasst, mit einigem Fluchen seinem Unmut Luft zu verschaffen. Das ist jedoch erst der Anfang. Als Barbaras Velo samt Gepäck nur mit grosser Mühe auf das Boot gebracht werden kann, scheint die Situation zu eskalieren. Nun lautet der Befehl: „Alles Gepäck abladen und Saggochen, Zeltsäcke und Rucksäcke einzeln über die Reeling hieven. Eingepfercht zwischen Gepäck und Fahrrädern geht die Überfahrt mit einigen Minuten Verspätung los. Das kleine Boot schaukelt auf der unruhigen See kräftig auf und ab. Ich halte mich krampfhaft am Geländer fest, Velohelm auf, Velohandschuhe an, damit ich nach dem Anlegen wieder rasch von Bord springen kann. Ja Schiffsfahrten sind wirklich nicht mein Ding.

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Einer der Passagiere bestaunt immer wieder mein Velo, bis ich feststelle, dass die Kleber des Alaskahighways seine Aufmerksamkeit erregen. Etwas schüchtern fragt er, ob ich französisch spreche. Er zeigt grosses Interesse und Bewunderung an unserer letztjährigen Reise.

Mit dem Hintergedanken, uns möglichst rasch los zu sein, hilft der mürrische Kapitän beim Ausladen tatkräftig mit.

Vom bekannten Leuchtturm auf dem Cap Ferret können wir die grossen Sanddünen von Pilat nun auch noch vom Meer her bestaunen.

Neben dem Leuchtturm, der im zweiten Weltkrieg zerstört und später wieder aufgebaut worden ist, zeugt eine grosse Bunkeranlage von der strategischen Bedeutung dieser Bucht.

Donnerstag, 17. Mai 2012  Über 200 km Sandstrand an der Côte d‘Argent

Es ist beeindruckend. Nun radeln wir bereits mehrere Tage nordwärts durch die befestigten Sanddünen. Teils auf Velowegen oder auf Forstwegen, auf denen wir Velofahrer radeln dürfen. Es gibt jedoch auch schmale Plattenwege von 60 cm Breite oder Natursträsschen. Eigentlich sind wir über die Abwechslung froh. Eines ist all den Strässchen gemeinsam, sie sind für den motorisierten Privatverkehr gesperrt.

Ein grosser Teil der Dünen wurde durch Strandkiefern befestigt. Diese riesige Aufforstung begann vor etwas mehr als 200 Jahren und dauerte rund 80 Jahre. Erst wenn man mit dem Fahrrad durch diese „Befestigungswälder“ radelt, bekommt man einen Eindruck der Grösse. Es soll sich um den grössten zusammenhängenden Wald Frankreichs handeln.

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Freitag, 18. Mai 2012   Soulac sur Mer

Einmal mehr erweisen sich die Velo- und Wanderkarten der IGN als ungenau. So landen wir irgendwann auf einer sandigen Strasse, auf welcher die Räder geschoben werden müssen. Doch wir sind klüger geworden. Wir kehren um. Nach einer Stunde befinden wir uns wieder an der gleichen Abzweigstelle.

Es ist kalt geworden und Regen ist wieder angesagt. Wir entscheiden uns, diese Nacht in einem Hotel zu übernachten. In Soulac sur Mer suchen wir ein Zimmer. Die Antwort lautet jedoch immer. „Es tut uns leid wir sind ausgebucht“. Wegen der Auffahrt nehmen viele Franzosen ein Long-Weekend. Es herrscht Betrieb wie im Hochsommer. Zudem behauptet Soulac sur Mer, den schönsten Strand der ganzen Côte d’Argent zu haben. Doris und Barbara stellen sich bereits auf eine weitere kalte Zeltnacht ein, da finden wir im Hotel „zur Herzdame“ eine Bleibe.

Der breite Strand mit seinem feinen weissen Sand lädt nicht zum Verweilen ein. Ein kalter Wind weht vom Meer her. Wir können jedoch die Zeit gut nutzen, um im Hotel die feuchten sieben Sachen zu trocknen.

Samstag, 19. Mai 2012   Inmitten einer Kaltfront

In Pointe de Grave besteigen wir die Fähre. Diesmal nicht ein kleines Bötchen, nein eine grosse Autofähre. Nach 30 Minuten kommen wir in Royan an. Es regnet immer wieder. Da in den nächsten 20 bis 30 km keine Unterkunft zu finden sein wird beschliessen wir, bereits hier in Royan die Tagesetappe nach 14 km abzuschliessen.

Die Dame in der Touristinformation versichert uns, es sei kein Problem, hier in der Stadt ein Hotelzimmer zu bekommen. Doch wir klappern etliche Hotels ab, bis wir zwei Zimmer finden. Es gibt jeweils verschiedene Zimmerkategorien. Wir wählen natürlich immer die günstigste (jedoch nicht mit Etagen-WC). Die Räder können wir im Hinterhof abladen und über Nacht dort stehen lassen. Die Chefin ist sehr hilfsbereit. Wir tragen all unsere sieben Sachen in die Lobby, da kommt die Besitzerin zu uns und sagt: „Ich gebe euch zwei ganz grosse Zimmer, ihr habt ja so viel Gepäck, ihr müsst mehr Platz haben. Diese natürlich zum gleichen Preis“. Einmal mehr staunen wir über die Zuvorkommenheit der Franzosen.

Am späteren Nachmittag kommen wir noch in den Genuss einer grossen Parade. Ein buntes Treiben. Kinder, Musikkapellen, Oldtimer und viele Jeeps aus dem zweiten Weltkrieg ziehen langsam an einer grossen Zuschauerschar vorbei. Welchen Anlass diese Parade genau hat, wissen wir nicht. Doch kurz vor Ende des zweiten Weltkrieges wurde mehr als 80 % der Stadt zerstört. Vielleicht steht diese Parade in diesem Zusammenhang.

Dank unserem grossen Zimmer mit Dachterrasse können wir das Nachtessen draussen geniessen. Obschon windgeschützt, müssen wir uns in die Faserjacken einpacken. Der Bordeaux, die verschiedenen Käsesorten, der Parmaschinken, die Salami und das ausgezeichnete frische Brot schmecken herrlich.

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Parade in Royan: Im 16. Jahrhundert überwachten die Schafshirten ihre Herden im flachen, sumpfigen Gelände auf Stelzen. Dies bietet heute ein beliebtes Fotomotiv bei folklorischen Veanstaltungen.

Sonntag, 20. Mai 2012  „Adieu Côte d’Argent“

Nach über 400 km haben wir gestern die Côte d’Argent verlassen und nun auch die Côte Sauvage. Es ist ein trüber, nasser und kalter Abschied.

Nun pedalen wir durch eine flache, von Kanälen, Salz- und Austernzuchtbecken geprägte Landschaft. Zwischendurch sind Viehherden zu sehen. Durch die Dörfer, die wir fahren, scheint die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg still gestanden zu sein. Obschon wir nun voll dem Wind und dem Regen ausgesetzt sind, gefällt uns die Gegend. Auf Nebenstrassen ist das Radeln angenehm. Zwischendurch finden wir wieder einen Radweg, der natürlich in der Velokarte nicht vermerkt ist.

Am Abend erreichen wir Marennes. Völlig durchnässt. Nach mehreren Stunden Fahrt im Regen findet das Wasser immer einen Weg, so dass unsere Kleider innen und aussen fast die gleiche Nässe aufweisen. Im kleinen Hotelzimmerchen wird jede Ecke und jedes Plätzchen zum Trocknen der Wäsche belegt. Es ist wie in einem Tropenhaus, nur etwas kühler.

Montag, 21. Mai 2012   Vive le Franc Français  (Eintrag von Barbara)

Zwischendurch schimpft mein Mann über die Velokarte. Er meint, wenn die Qualität des Bordeaux-Weines so gut wäre wie die der IGN-Velo- und Wanderkarten, dann hätte er keine zweite Flasche mehr getrunken (mehr Infos zu Karten und Touristinformationsbüros später).

Wir befinden uns kurz vor Rochefort. Die zwei Brücken über den Fluss Charente sind für Velofahrer gesperrt, so dass wir einen Übergang für uns suchen müssen.

Dann erblicken wir von weitem die über 60 m hohen Tragkonstruktionen der „Pont Transbordeur“. Die Schranken zur „Gondel“ sind jedoch geschlossen. Auf dem Schild steht: „Infolge einer Panne zur Zeit ausser Betrieb“. Die „Fährfrau“ entschuldigt sich und meint, sie könne nicht sagen wie lange es dauern würde. So haben wir Zeit, uns mit der noch einzigen „Schwebebrücke“ die es in Frankreich gibt, auseinander zu setzen, genauer gesagt unsere Männer. Uns interessieren all die technischen Daten eher weniger. Wir hätten lieber ein Kaffee oder ein paar Läden gehabt, um die Zeit besser um die Ohren schlagen zu können.

Erreichen wir das andere Ufer wohl heute noch? Tatsächlich ruft die „Fährfrau“ plötzlich: „Einsteigen bitte“.

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Bis zum Bau der grossen Brücken war dies der einzige Übergang über die Charente, um nach Rochefort zu gelange. Die Trägerkonstruktion ist 50 m über dem Wasser, damit die früheren grossen Segelschiffe ungehindert passieren konnten. Die Distanz zwischen den Stahlträgern beträgt 129 m.

Am Abend stärken wir uns mit einem grossen Entrecôte. Nach dem Urteil von Doris und mir schmeckt dies nicht besonders. Doch der Wirt ist ein Unikum und unterhält mit seinen Sprüchen die volle Gaststätte. Auf der Rechnung, die er uns bringt, steht „Total FF 835.70“! Darunter natürlich auch noch der Betrag in Euro. Es ist immer ein dankbares Thema, mit den Franzosen über den Euro zu diskutieren. Auch der Wirt schimpft und jammert. Auf die Frage, ob es mit dem neuen Präsidenten besser werden wird, antwortet er: „Seit Monsieur Hollande im Amt ist, schien die Sonne noch nie.“ Stimmt genau. Seit seiner Amtseinsetzung ist das Wetter unfreundlich, windig, begleitet mit viel Regen …

Dienstag, 22. Mai 2012 Sonne, Wind, und …

Heute Morgen scheint die Sonne ins Zimmer. Es kann also doch nicht am Präsidenten liegen. Dafür bläst uns ein stürmischer Wind entgegen. Wir radeln abwechslungsweise durch prächtige Blumenfelder.....

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........und direkt der Küste entlang.

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Langsam aber stetig nähern wir uns der Stadt La Rochelle, die gemäss Reiseführer die schönste französische Stadt am Atlantik sein soll. Wir pedalen entlang des grössten französischen Jachthafens und plötzlich erblicken wir die mächtigen Wehrtürme, welche den alten Hafen von La Rochelle schützten.

Mittwoch, 23. Mai 2012   La Rochelle

La Rochelle entwickelte sich bereits im 12. Jahrhundert zu einer blühenden Handelsstadt. Später war sie das Zentrum der Hugenotten und kam so zum Beinamen „französisches Genf“. Die Brutalität der Religionskriege musste die Bevölkerung von La Rochelle zwischen 1600 und 1630 erfahren. Die Stadt wurde vom Kardinal Richelieu unter der Genehmigung des Königs Ludwig XIII belagert. Von den 24‘000 Einwohnern sind während der Belagerung mehr als 15’000 verhungert.

Heute geht es in La Rochelle friedlicher zu und her. Die Altstadt mit seinen engen Gässchen, den alten Häusern strahlt einen ganz besonderen Charme aus. Hier treffen wir erstmals auf viele Touristen. In La Rochelle hat die Saison bereits begonnen.

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Donnerstag, 24. Mai 2012  Leidende Männer (Eintrag von Barbara)

Bei strahlendem Sonnenschein und kräftigem Wind starten wir nach der 2-tägigen Pause in La Rochelle. Nachdem wir die Stadt verlassen haben, radeln wir direkt der Küste entlang mit Blick auf die Klippen. Auf der linken Seite das Meer, rechts Kornfelder und grüne Wiesen. Dies sind genau die Streckenabschnitte, die ich so liebe und stimmt das Wetter, dann ist eigentlich alles perfekt.
Nur Xaver und Edi leiden. Nicht wegen des Gegenwindes, nein es sind die Gräserpollen. Die Nase läuft, die Augen brennen, ja wenn die Männer ein „Bobo“ haben, dann sind sie die Ärmsten. Auch später durchs Landesinnere wird es leider nicht besser. Fast glauben Doris und ich, zwei Chinesen mit Schlitzaugen unter uns zu haben.
Der Campingplatz liegt etwas abgelegen. Die dazu gehörende Pizzeria ist noch geschlossen. Die Sonnenterrasse sieht jedoch einladend aus. Wir beschliessen, dass Zwei die Zelte aufstellen und die anderen Zwei ins Dorf fahren, um das Nachtessen einzukaufen. Danach geniessen wir ganz alleine an der Sonne unser einfaches aber feines Abendessen (Tomaten, Gurken, Trockenfleisch, Käse, Joghurt und natürlich Baguettes).

Unsere Männer haben ihre Heuschnupfenattacken anscheinend gut überstanden, denn beim Bier trinken zeigen sie absolut keine Schwäche mehr.

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typische Heuschnupfenstrecke!

Freitag, 25. Mai 2012   Diese kleinen Biester

Ach wie schön ist doch das Campingleben. Da die Zeltplätze noch fast leer sind, können wir uns immer einen guten Platz in der Nähe der sanitären Anlagen aussuchen, die Zelte so gestellt, dass diese möglichst am Morgen von der Sonne beschienen werden. Es gibt Tage, da tropft das Zelt von der Feuchtigkeit richtiggehend und da ist die wärmende Sonne hilfreich.

Gestern Morgen, als ich die Saggochen aus dem Vorzelt herausnahm, da wimmelte es darunter nur so von schwarzen Ameisen. Ich dachte, es sei wegen den Lebensmitteln. Doch unter jeder Tasche tummelten sich diese kleinen schwarzen Biester. Sogar unsere Velohelme haben sie in Beschlag genommen. Doch ohne grosse Abwehrmassnahmen verzogen sich die Ameisen wieder. Nur einige haben die Tagesetappe in den Rucksäcken und Saggochen mitgemacht.

Heute Abend finden wir einen ganz besonders schönen Platz. Für einmal keinen sandigen Boden. Dichtes Gras, fast wie ein Teppich. Den kleinen schwarzen Fliegen schenken wir keine grosse Beachtung, bis wir feststellen, dass diese eben doch stechen. Wir verziehen uns an den Strand  und sitzen am Meer bis spät in die Nacht.

Samstag, 26. Mai 2012  Unwillkommene Gäste...

Für den heutigen Tag ist Gewitter angesagt. Wir verpacken unsere sieben Sachen regensicher. Doch gegen Mittag scheint die Sonne den Kampf gewonnen zu haben. Kein Regen, dafür auf der ganzen Strecke kräftigen Gegenwind. Doch noch mehr zu schaffen machen uns Vieren die Stiche am ganzen Körper, in den Haaren und auch an Stellen, an denen man sich fragt, wie so eine Mücke überhaupt dahin gekommen ist. Zudem haben wir so kleine rote Pünktchen. Diese könnten von Sandflöhen stammen. Auf alle Fälle nicht kratzen, doch dies ist einfacher gesagt als getan.

Montag, 28. Mai 2102 

Merci beaucoup „Vendée“

Das Departement Vendée hat uns betreffend Infrastruktur der Velowege wirklich überrascht. Unter dem Motto „La Vendée à Velo“ wurde in den letzen Jahren ein umfassendes Velostrassennetz realisiert. Die Streckenführung ist äusserst abwechslungsreich und die Ausschilderung ausgezeichnet. So radeln wir einen Grossteil auf einer ausschliesslich für Velofahrer reservierten befestigten Sandpiste. Diese führt dem Meer entlang, durch Piniewälder aber auch durch Dörfer und Felder mit seinen Salinenbecken. Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass ein Grossteil dieser phänomenalen Velostrecke auch auf der neusten Velo- und Wanderkarte nicht vermerkt ist. Um so dankbarer sind wir über die ausgezeichnete Beschilderung durch das Departement Vandée.

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Unser Tages-Rhythmus verschiebt sich

Eine kleine Unachtsamkeit und wir verpassen eine Abzweigung. Nach einigen Kilometern werden wir unsicher. Der Wind schiebt plötzlich von hinten, was eigentlich super wäre. Doch sicherheitshalber fragen wir einen Bauern, in welche Richtung es nach Port du Collet gehe. Es bestätigt sich der Verdacht, wir radeln im Kreise. Also umkehren und nun mühsam einige Kilometer gegen starken Gegenwind ankämpfen.

Endlich erreichen wir unser Ziel. Im Restaurant „l’Air Marin“ in Collet geniessen wir mit Blick auf das Meer ganz allein den Abend. Die Musik im Hintergrund erinnert uns an unsere Jugendjahre. Wir fragen den Wirt, ob er diese nicht etwas lauter einstellen könne, solange wir die einzigen Gäste seien. So schwelgen wir teils in der Vergangenheit, teils in der Gegenwart. Das Essen mit Melone, Rohschinken, Teigwaren, Rips und Dessert schmeckt ausgezeichnet. Das ganze Menu liebevoll präsentiert kostet nur 15 Euro. Ein herrlicher Abend, den wir hier im neuen Departement „Loire Atlantique“ geniessen können.

Das Aufstellen der Zelte erfolgt natürlich einmal mehr im Halbdunkeln und das Duschen, da das Licht in den sanitären Anlagen defekt ist, mit unseren Stirnlampen. Doch dies sind Nebensächlichkeiten.

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Mittwoch, 30. Mai 2012   Abschluss der 1. Etappe

Wir befinden uns in Saint-Brévin l’Océan, wenige Kilometer vor der Loiremündung. Hier schliessen wir unsere erste Veloetappe nach fast 900 km ab.

Eigentlich wollten wir noch die Loire überqueren. Die 4,5 km lange Brücke St. Nazaire ist für Velofahrer zugelassen. Uns wurde jedoch dringend abgeraten, mit dem Velo die Brücke zu passieren. Es habe keinen Velostreifen, die Fahrspuren seien eng. Zudem habe es nur eine niedrige Leitplanke. Da der nächste Übergang einen Umweg von fast 100 km bedeuten würde, werden wir versuchen, die Brücke in einem Bus zu überqueren.

Doch bevor es weiter geht bleiben wir hier noch zwei Tage. Grosswäsche ist angesagt. Wir wollen die neue Etappe in sauberen Velokleidern antreten.

Eine kurze Nachlese (Eintrag von Barbara)

Von der Velofreundlichkeit der Franzosen sind wir überrascht. Da hat sich in den letzten Jahren einiges geändert. Über die Pfingsttage sind uns Hunderte wenn nicht Tausende Velofahrer begegnet. Darunter viele Familien mit ihren zum Teil noch kleinen Kindern. Die Velowege sind ausgezeichnet ausgeschildert und die Autofahrer benehmen sich sehr rücksichtsvoll gegenüber uns Velofahrern.

Uns ist aufgefallen, dass entlang der ganzen französischen Atlantikküste keinerlei Liegestühle, wie wir es von der italienischen Riviera, oder Korbstühle wie von der Ostsee kennen, aufgereiht sind. Jeder bringt seinen eigenen Sonnenschirm mit. Es gibt direkt am Meer auch nur sehr wenige Hotels. Neben den Promenaden hat es viele Appartements, im Moment sind allerdings bei den meisten die Fensterläden noch geschlossen. Oft wirken die Dörfer wie ausgestorben. Nur wenige Restaurants und Läden haben geöffnet.

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zum Reisebericht:   2. Etappe: Durch die Bretagne