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4. Etappe als pdf herunterladen

Mittwoch, 27. Mai 2015

Der Radweg führt uns noch einige Kilometer direkt der Atlantikküste entlang. Eine erfrischende Meeresbrise weht. Nach Royan folgt die mehrere Kilometer breite Gironde, die uns südostwärts den Weg weist. Ein herrlicher Auftakt zur neuen Etappe.

Irgendwann verschwinden einmal mehr die Velomarkierungen und wir pedalen auf Nebenstrassen auf und ab und wieder auf und ab. Belohnt werden wir jeweils über den Klippen durch die herrliche Weitsicht. Wir sind immer wieder umgeben von Rebbergen. Reklameschilder laden zu Degustationen ein. Doch dies geht natürlich nicht, vor allem nicht bereits am Morgen.

Im Städtchen Talmont erkundigen wir uns im Touristenbüro nach dem Veloweg, der hier vorbeiführen soll. Unsere Karte 1:100‘000 ist zu ungenau. Es gebe hier keinen Radweg, man müsse auf der Hauptstrasse fahren.

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Doch kurz danach finden wir den Zugang zum ausgezeichnet ausgeschilderten Radweg. Dieser ist zwar etwas holprig, die Aussicht auf die Gironde und die Ruhe grandios. Abwechslungsweise pedalen wir entlang von Entwässerungskanälen und Etangs, dann wieder auf Dammwegen. So schlängelt sich der Wander- und Veloweg durch die Ebene entlang der Gironde. Ohne die Veloschilder hätten wir uns nie in dieses Sumpfgebiet gewagt.

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Schade, dass die Vermarktung der zum Teil sehr toll angelegten Radwege nicht besser genutzt wird. Nicht einmal das Personal in den Touristenbüros weiss Bescheid. Velokarten sind, wenn überhaupt, nur schwer erhältlich. Die Prospekte mit den eingezeichneten Wander- und Radwegen nur schematisch. Somit bleibt eine gute Ausschilderung unerlässlich.  Man kann sich fragen, warum wir eigentlich so konsequent versuchen, auf den Radwegen zu fahren. Ganz einfach, es macht mehr Spass und ist auch sicherer, abseits des Verkehrs durch die Natur mit dem Velo unterwegs zu sein.

Donnerstag, 28. Mai 2015

Gestern beim Abendessen auf der Citadelle mit Blick über die Gironde entschlossen wir uns, hier noch einen Tag zu bleiben.

Und so sieht unser heutiger Tag aus: Barbara, waschen der Velokleider, Grobplanung der kommenden Tagesetappen, im Städtchen lädälä. Edi, die quitschenden Übersetzungen vom klebrigen Sand befreien, Ketten reinigen und ölen und etwas Luft in die Pneus pumpen.

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Ich bin immer wieder über die Effizienz meiner lieben Frau erstaunt. Komme vom Veloservice retour und Barbara hat die to-do-Liste bereits abgearbeitet.

Freitag, 29. Mai 2015

Mit der Fähre verlassen wir Blaye und sehen die mächtige Mauer der Zitadelle, welche auf einem Felsen 40 m über dem Wasser errichtet worden ist. Die Aufgabe dieser Festungsanlage war, die Stadt Bordeaux zu schützen. Genau dorthin pedalen wir nun, wir haben aber nicht die Absicht, die Stadt anzugreifen.

Auf der anderen Seite der Gironde angekommen, folgen wir der Beschilderung des Wander- und Veloweges. Der Weg ist wohl anstrengend, jedoch abwechslungsreich. Besonders schön sind die Strässchen auf den sandigen Feldwegen, die direkt durch die Rebberge führen. Später geht es auf normalen Strassen weiter. Nun bekommen wir die schönen Weingüter und Weinschlösser zu Gesicht. Besonders eindrucksvoll ist das Gebiet von Margaux.

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Am späteren Nachmittag erreichen wir Bordeaux und unsere Unterkunft, die sich mitten im Zentrum befindet.  Es ist „Fête le fleuve“ und heute somit einiges los.

Samstag, 30. Mai 1015

Bis in die Morgenstunden hören wir die laute Musik vom „Fête le fleuve“ und die Ausgelassenheit der vielen Menschen. Doch heute Morgen, als wir aus der Stadt fahren, scheint noch alles zu schlafen. Nur die vielen Scherben auf den Radstreifen zeugen von den gestrigen Festivitäten.

Wenige Kilometer nach Bordeaux verlassen wir den Fluss Garonne. Der Radweg führt auf einer alten Eisenbahnstrecke ca. 50 km durch das Bordeauxgebiet. Der Weg ist „herausgeputzt“ wie für eine Inspektion. Ein feiner Teerbelag lässt  uns über das frühere Bahntrassee gleiten. Die Bahnhöfe entlang der Strecke sind liebevoll renoviert und dienen heute als Restaurants, Läden oder als Wohnhäuser. Wir erreichen einen langen Eisenbahntunnel. Dieser ist bis in die Mitte ausgezeichnet ausgeleuchtet. Dann wird es stockdunkel. So fahren wir nur ganz langsam. Doch nun geht das Licht immer wenige Meter vor uns an. Ein wirklich lustiger „Gäg“ diese Bewegungsmelder. Dennoch fahren wir im Tunnel nicht nochmals zurück. Entlang der Strecke sehen wir immer wieder die endlos erscheinenden Rebberge. Nun wissen wir, was hier früher mit der Bahn transportiert worden ist.

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Entlang der Strecke befinden sich immer wieder Tafeln mit interessanten Informationen aus der Gegend und über den Streckenverlauf inkl. Höhenkurven.

In Sauveterre erreichen wir den alten Bahnhof und nun ist diese tolle Radstrecke fertig. Keine Hinweisschilder für Velofahrer, wie es von hier nun weitergehen soll. Die Fortsetzung sei noch in Planung. So fahren wir auf der Strasse wieder an die Garonne.

In La Réole überqueren wir die Garonne, um dann dem Canal de la Garonne entlang fahren zu können. Barbara meint, sie wäre hier jetzt links abgebogen und nicht rechts. Doch ich habe die Karte voll im Griff und die nötige Kontrolle vorgenommen. Wir sind weiterhin flott unterwegs und freuen uns, dass es so leicht rollt. Plötzlich werde ich doch etwas unsicher. Die Garonne fliesst in die falsche Richtung, oder täuscht der Wind? Nein, die Garonne fliesst richtig, die Brands pedalen in die falsche Richtung. Ich könnte nun dieses Missgeschick genau erklären, doch dies lass ich lieber sein.

Sonntag, 31. Mai 2015

Die Übernachtungsmöglichkeiten liegen nicht immer schön am Radweg, deshalb fuhren wir gestern auf Nebenstrassen nach Marmande. Es herrschte viel Verkehr und auf den engen Strassen, so empfanden wir es, fuhren die Autos nicht langsamer.

Heute Sonntagmorgen wird es sicher nicht viel Verkehr haben. Deshalb beschliessen wir, auf der Hauptstrasse und dem Autobahnzubringer bis zum Kanal zu fahren.  Und was treffen wir an? Einen Radweg entlang der Strasse! Doch dies wissen nur die ortskundigen Velofahrer. Die Strassenwahl ist für uns zwischendurch eine Glücksache. Doch meistens pedalen wir ja auf Velowegen, genauso wie heute. Die Strecke führt wieder entlang des Canal de la Garonne. Auf diesem Kanal und besonders bei den Schleusen herrscht wie auf dem Radweg reger Betrieb. Wir geniessen diesen herrlichen Sonntag mit all den anderen Leuten.

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Entlang des Canal de la Garonne

Montag, 1. Juni 2015

Heute pedalen wir fast 100 km dem Canal de la Garonne entlang. Eigentlich ist es angenehm, ohne Autoverkehr direkt am Wasser radeln zu können. Doch irgendwann wird es monoton. Abwechslung bieten nur die Schleusen, die Kanalbrücken und die Ponte d’eau de Montech.

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Mit dem Wasserkeilhebewerk haben die Ingenieure ein Experiment realisiert, um die Höhenunterschiede rascher überwinden zu können. Anstelle von 5 Schleusen werden die Boote in einer Wanne die Rampe hochbefördert. Dies bewerkstelligten zwei Diesellokomotiven, die eine Leistung von je 1‘000 PS erbringen.  Es soll sich um die einzige solche Anlage in der Welt handeln. Wie das Ganze jedoch in der Praxis funktionieren soll, das ist uns beiden nicht ganz klar. Gerne hätten wir zugeschaut, wie dies abläuft. Doch leider ist die Anlage seit einem Brand im 2009 nicht mehr in Betrieb.

Wir begegnen Dutzenden von Pilgern. Diese sind in Gruppen, zu Zweit oder auch alleine unterwegs. Eine Frau zieht ein Rollköferchen nach sich. Barbara kommt das Buch „Die Dienstagsfrauen“ von Monika Peetz in den Sinn. Wir fragen ein älteres Ehepaar, welches gerade eine Pause macht, wohin es gehe. Nach Santiago de Compostela. Somit ist unsere Vermutung richtig. All diese Leute sind auf dem Pilgerweg unterwegs. Zu Fuss muss der Kanal noch viel, viel länger erscheinen.

Nun befinden wir uns kurz vor Toulouse. Das Hotel besitzt keine Velogarage und auch keinen abschliessbaren  Abstellraum. Auf dem Parkplatz möchten wir die Räder über Nacht nicht stehen lassen. Die Dame an der Rezeption sagt, sie müsse unser Anliegen mit dem Hoteldirektor besprechen. Und dieser hat einen ausgezeichneten, wenn auch  etwas unkonventionellen Vorschlag. Die Velos sind nun in einem Zimmer, das nicht belegt ist. Die Betten sind zwar noch nicht bereit, doch das stört unsere Velos nicht im Geringsten. Eigentlich hätten unsere Räder eine Dusche dringend nötig, doch wir wollen die Gastfreundschaft nicht übertreiben.

Dienstag, 2. Juni 2015

Entlang des Canal de la Garonne erreichen  wir Toulouse, den Port de l‘Embouchure. Hier  fliessen der Canal de la Garonne, der Canal du Midi und der Canal de Brienne zusammen.

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                                 Hier fliessen die drei Kanäle zusammen
 

Doch bevor wir neu nun dem Canal du Midi folgen, gibt es einen Abstecher in die Altstadt von Toulouse. Wir fahren einfach einmal Richtung Stadtmitte. Durch die engen Einbahnstrassen mit den prächtigen Altbauten bekommen wir einen ersten Eindruck von der Bedeutung, welche Toulouse früher einmal für den ganzen Süden von Frankreich gehabt haben muss. Wir erreichen das Capitol mit seinem grossen Marktplatz. Mit der aufblühenden Wallfahrt nach Compostela wurde Toulouse mit der Basilika Saint-Sernin noch bekannter. Doch für uns noch wichtiger ist anschliessend eine ausgiebige Pause mit zwei Cappuccino auf dem Platz der Basilika. Schliesslich müssen all die Eindrücke verarbeitet werden.

Entlang des Canal du Midi verlassen wir Toulouse. Über mehrere Kilometer reiht sich am Flussufer ein Boot an das andere. Es sind einfache aber auch luxuriöse Hausboote. Wir wissen, dass jede Stadt nicht nur schöne Seiten zu bieten hat. Von Toulouse haben wir jedoch nur die Sonnseite zu Gesicht bekommen.

Im Hafen von Lauragais haben wir ein Zimmer vorgebucht. Ein idyllischer Ort. Dem Kanal entlang sehen wir die Hotelanlage. Doch diese liegt auf der anderen Seite. Ich habe den Hafen mit einer Schleuse verwechselt und gedacht, es gebe einen Übergang. So gibt es manchmal einige ungewollte Kilometer mehr.

Heute Abend essen wir ein Cassoulet de Castelnaudary. Dies ist ein südfranzösischer Bohneneintopf mit Wurst und „Gnagi“. Als Vorspeise wird uns Salat mit Entenherzen angeboten. Wir lehnen dankend ab, bekommen jedoch gleichwohl auf Empfehlung des Wirtes eine Kostprobe. Barbara ist nicht begeistert, mir schmeckt es. 

Mittwoch, 3. Juni 2015

Wir sitzen im Garten des Hotels in Carcassonnne und hören die Grillen zirpen. Es ist immer noch sehr, sehr warm. Dies sind untrügliche Zeichen, dass wir im Süden angekommen sind. Die Müdigkeit ist verflogen und so halte ich noch die Eindrücke des heutigen Tages fest. Es ist nicht der Höhepunkt des heutigen Tages, jedoch der höchste Punkt.

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An der Ecluse de l’Océan haben wir die Wasserscheide des Canal du Midi erreicht. Bei der nächsten Schleuse, der Ecluse de la Mediterranée, geht es hinab ans Mittelmeer. 190 Meter über Meer liegen diese zwei Schleusen.

Für uns als Velofahrer ist diese Höhe nicht erwähnenswert. Doch für den Kanal eine eindrückliche Ingenieursleistung. Mit über 30 Schleusen (z.T. Mehrfachschleusen) bewältigt der Kanal die Höhe ab Bordeaux bis zu diesem Punkt.
Nun geht es also bergab. Die Schleusen folgen auf kurzen Abständen. Oft sind zwei bis drei Schleusen direkt nacheinander. Doch uns beschäftigt primär der Weg. Dieser führt immer schön entlang des Kanals.

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Oft ist der Radweg jedoch nur noch ein schmaler, holpriger Streifen. Wurzeln, Steine und Löcher erschweren das Vorwärtskommen. Barbara meint, ob sie sich auf einem Geschicklichkeitsparcours befinde. Wir sind jedoch nicht die einzigen. Es sind noch andere bepackte Radfahrer unterwegs, die sich mit diesem Weg abmühen. Oft ist die Fahrrinne so eng, dass man beim Kreuzen absteigen muss. Es werden einige Worte gewechselt, die mit dem Satz enden: „Bon courage“.

Die Sonne brennt, es ist heiss geworden. Wenn die Bäume keinen Schatten spenden, dann wird es unangenehm, über die Wurzeln und Steine zu holpern.

Nach  66 km erreichen wir Carcassonne.  Vom Kanal her erblicken wir die mächtige Festungsmauer mit den Türmen und dem Schloss. Hier wollen wir unbedingt einen Ruhetag einschalten. Nach einer langen ausgiebigen Dusche geht es in die Altstadt auf die Suche nach Kohlenhydraten. Danach sind wir wieder fit für einen ausgiebigen Spaziergang  begleitet mit der Abendsonne.

Donnerstag, 4. Juni 2015

Carcassonne ist der Inbegriff einer Festungsanlage aus dem Mittelalter. Es soll sich um die besterhaltene und grösste Burganlage von ganz Europa handeln. Somit gibt es heute keinen Ruhetag, sondern nur einen velofreien Tag.

Barbara beschäftigt sich hauptsächlich mit der Gegenwart und ich mich mit der Vergangenheit. Das bedeutet, Barbara schlendert durch die Gassen und geniesst das Flair des Altstädtchens innerhalb der Burgmauern. Ich kraxle auf den Mauern und den Türmen des Schlosses herum, mit einem Audioguide ausgerüstet, bis ich von den vielen Kriegen, Plünderungen und Jahrzahlen so ein Durcheinander habe, dass ich dieses Wirrwarr mit einem grossen Bier herunter spülen muss.

3 Millionen Touristen besuchen jährlich diese Stadt. Das ist nicht zu übersehen. Doch am Abend leeren sich die Parkplätze und es wird wieder ruhig.

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Freitag, 5. Juni 2015

Ist es nicht herrlich, so angenehm warm am Morgen starten zu können. Doch schon bald wird es wieder heiss, sehr heiss. Eigentlich geht es entlang der Schleusen immer schön bergab. Der Wind bläst uns entgegen. Doch dies ist kein Problem. Es ist der Weg, der uns zu schaffen macht. Barbara motzt und dies kenne ich eigentlich nicht von ihr. Das sei doch kein Radweg! Es geht über Stock und Stein, vorallem aber über viele Wurzeln. Der heisse Wind ist wie ein Föhn. Er trocknet uns aus, jedoch nicht nur unsere Haut, nein auch unsere Kehlen.

Die Schatten spendenden Bäume sind grösstenteils verschwunden. Am Kanalufer wurden über 40‘000 Platanen gepflanzt. Doch viele der Bäume mussten wegen eines Pilzbefalls gefällt werden. Wir haben gelesen, dass in den kommenden Jahren sämtliche der 40‘000 Bäume gefällt werden müssen. Danach wird die Gegend entlang des Kanals ihr Gesicht nachhaltig verändern

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Da stehen sie noch, die schönen Bäume. Im Hintergrund sind jedoch einige bereits abgestorben.

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  ... und so sieht es aus, nachdem die Bäume gefällt worden sind.

Samstag, 6. Juni 2015

Barbara hat genug vom Canal du Midi mit seinem Geschicklichkeitsparcours über Stock und Stein. Also beschliessen wir, direkt ans Mittelmeer zu fahren.  

Flüsse verbinden Orte und Städte. Flüsse trennen aber auch. Dafür gibt es Brücken. Wir wollen ans andere Flussufer der l’Aude. Es gibt hier eine alte ausgediente Eisenbahnbrücke, die wir als Velofahrer benützen dürfen. Auf all den schmalen staubigen Wegen haben wir es versucht. Durch das dichte Gestrüpp sehen wir die Brücke immer wieder von einem anderen Winkel aus.  Da kommt ein Mountainbiker daher gefahren und den fragen wir. Er überlegt und sagt, dass er schon seit vielen Jahren nicht mehr über diese Brücke gefahren sei. Dann fügt er an, es sei kompliziert. Er versuche es einmal und wir sollen ihm folgen. Auf einem engen Pfad zwängen wir unsere Velos mit den Saggochen durch. Das hätten wir alleine nie gewagt. Und dann stehen wir auf der Brücke. Wir bedanken uns und er sagt, wir sollen die Brücke rasch überqueren, da auf dieser Strecke gelegentlich Museumszüge fahren würden. Der Biker hat gut reden. Mit den Saggochen ist es zu eng, um zügig zwischen Schienen und Geländer fahren zu können. Doch es kommt kein Zug und wir erreichen das andere Ende der Brücke. Auf einer steilen, schmalen Befestigungsrampe geht es wieder hinunter. Im Gestrüpp suchen wir den Weg Richtung Fluss. Erleichtert erreichen wir das Ufer der L‘Aude.

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Nun folgen wir dem Canal de la Robine. Durch das Naturschutzgebiet Sainte-Lucie, entlang vieler Etangs gelangen wir in das Städtchen Port-la-Nouvelle und erreichen das Mittelmeer.

Nach 670 km schliessen wir diese Etappe mit vielen Eindrücken und neuen Erfahrungen ab.

Die speziellen Veloerfahrungen dieser Etappe sind festgehalten unter:
Info zur Véloroute Des Deux Mers

Im Juli werden die einzelnen Etappen zusätzlich als pdf ins Netz gestellt.

Morgen brechen wir zur neuen Etappe auf, die uns durch die Provence führen wird,  bevor es irgendwie nach Hause geht.