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Einleitung

„From Arctic Ocean to the Pacific“, unter diesem Motto steht unsere zweite Veloetappe. Ausgangspunkt ist Inuvik. Im ersten Abschnitt wird es auf der Schotterstrasse des Dempster Hwy südwärts bis nach Dawson City gehen. Im zweiten Abschnitt weiter auf dem Top of the World Hwy und auf dem Taylor Hwy über Tok bis nach Valdez. Im 2011 war auf mehr als 800 km die Trans Alaska Pipeline unser roter Faden. Nun wird diese Pipeline uns in den letzten 200 km wieder den Weg weisen, dieses Mal bis an den Pazifik.

Dienstag, 21. Juni 2016

Die letzten Vorbereitungen in Dawson City

Eigentlich hatten wir in Whitehorse bereits für die kommenden 20 Tage alles eingekauft und dies war nicht wenig!! Doch in Dawson City kamen bereits wieder Zweifel auf und wir deckten uns mit mehr Wasser, Früchten und Milchprodukten ein.

Anschliessend erkundigten wir uns im Dempster Highway Info-Center, ob für die Strecke nach Inuvik zur Zeit Restriktionen bestünden. Die Rangerin gab uns ergiebig Auskunft, viele Prospekte und wollte wissen, woher wir kämen. Als wir ihr erklärten, dass wir aus der Schweiz seien, da streckte sie uns die Hand entgegen und sagte: „Willkommen, ich bin eine Swisskimo“. Zuerst verstanden wir nicht, was sie uns damit sagen wollte. Sie holte ein altes Buch hervor, welches aus dem Leim zu fallen drohte. Die Seiten waren vergilbt und brüchig. Sie zeigte uns ein Foto eines alten Goldsuchers. Voller Stolz erklärte sie uns, dass dies ihr Grossvater Gruben aus dem Aargau sei. Nach kurze Diskussion waren wir uns alle nicht mehr einig, ob der ursprüngliche Name nicht „Gruber“ anstelle von „Gruben“ gewesen sei. Doch dies spielt gar keine Rolle, uns war nun alles klar. Die Frau hat Eskimo- und Schweizerblut, also ist sie wirklich eine Swisskimo.

Die Bezeichnungen Eskimo sowie Native sollten hier in Kanada nicht mehr verwendet werden, diese gelten als unhöflich gegenüber den Ureinwohnern. Der hier korrekte Ausdruck lautet neu „First Nation People“. Wieder etwas dazugelernt.

In Inuvik angekommen

Nach 1‘250 km von Whitehorse sind wir gestern Abend in Inuvik, der nördlichsten Stadt von Kanada, angekommen. Zugegeben nicht ganz pannenfrei. Beim Start hatte Xaver einen Platten bei seinem Camper und bei uns ist kurz vor dem Ziel der Schlüssel zum Camper im Schloss abgebrochen. Nur zwei kleine Missgeschicke, die jedoch nicht ganz so einfach zu lösen waren.

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Erste Eindrücke auf der Fahrt nach Inuvik vom staubigen Dempster Highway

Inuvik mit seinen 3‘400 Einwohnern liegt in der Provinz Northwest Territories und ist ca. 100 km vom nördlichen Eismeer (Beaufort Sea) entfernt. Hier geht während 56 Tagen die Sonne nie unter. Im Winter hat dieses Städtchen jedoch 30 Tage lang kein Sonnenlicht.

Zuerst planten wir, ganz ans Eismeer zu fliegen. Doch für uns stimmte das Preis- /Leistungsverhältnis nicht. Deshalb geniessen wir das heute stattfindende Aboriginalfest (Mitsommernachtsfest).

Die längste Sackgasse der Welt

.… so bezeichnen die lokalen Werbeprospekte den 734 km langen Dempster Highway. Diese Schotterstrasse wird auch als die einsamste und wildeste Strasse Kanadas angepriesen.

Früher war es ein Pfad, den die Gwitchin-Indianer mit ihren Hundeschlitten benutzten. Der Ölboom im Beaufort Meer in den 70er Jahren trieb die kanadische Regierung dazu, eine ganzjährig befahrbare Allwetterstrasse an die Arktis zu bauen. Doch noch wird kein Öl in grösseren Mengen gefördert und es steht, im Gegensatz zum Dalton Hwy, auch noch keine Pipeline entlang der Strasse.

Diese Schotterpiste haben wir nun mit dem Camper bereits kennen gelernt und einen Vorgeschmack für unsere 2. Veloetappe bekommen. Die Strasse hat viele Gesichter. Es gibt Abschnitte, da ist der Staub so stark, dass man bei einem vorbeifahrenden Lastwagen nur noch im Schritttempo weiterfahren kann, bis sich die Staubwolke langsam verzogen hat. Zwischendurch ist der mit Calcium Chlorid behandelte Belag dagegen recht angenehm zu befahren, fast so wie auf einer geteerten Strasse. Wir hatten aber auch Abschnitte mit viel losem Sand, Kies und mit Schlaglöchern, die zahlreicher als bei einem Emmentaler Käse waren. Gemäss der staatlichen Dempster Highway Info müsse man nach einem starken Regen damit rechnen, dass sich die Strasse zu einer seifigen und matschigen Piste verwandeln werde und nur schwer zu befahren sei.

Wir haben den Dempster bis jetzt nur von der staubigen Seite her kennen gelernt. Der feine Staub hat sogar den Weg ins Innere unseres Campers gefunden und Bettdecke, Tisch, Kochherd und Ablage mit einer feinen, wirklich ganz feinen grauen Schicht bedeckt. Natürlich haben wir jeweils am Abend eine Reinigungsaktion durchgeführt, um dann feststellen zu müssen, dass es einen Tag später wieder genau gleich staubig war.  

Mittwoch, 22. Juni 2016

Das gestrige Mitsommernachtsfest hier in Inuvik war für uns eine interessante Möglichkeit, sich unter die First Nation People mischen zu können. Der 22. Juni ist der Tag für die Nation People und nicht ein Fest für Touristen. Dennoch hatten wir nie das Gefühl, nicht willkommen zu sein.

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Aboriginal Tanz

Heute haben wir nun die letzten Vorbereitungen für unsere Velotour südwärts vorgenommen. Wir haben die Propangasflaschen auffüllen lassen und 300% mehr bezahlt als in Whitehorse! Das Benzin kostet hier jedoch nur 50% mehr. Trinkwasser ist ebenfalls ca. 300% teurer. Die First Nation People scheinen clevere Geschäftsleute zu sein und nutzen ihre Monopolstellung hier in Inuvik voll aus.

Gegensätze erleben wir auch mit dem Wetter. Gestern hatten wir hochsommerliche Temperaturen. Wir waren kurzärmlig unterwegs, konnten in kurzen Hosen an der Sonne vor dem Camper sitzen und dies erst noch ohne Mücken, bis es uns zu warm wurde. Heute zeigt das Thermometer 8 Grad an. Ein kalter Wind bläst und Regen verstärkt den Wetterumsturz zusätzlich. Dennoch wird es morgen los gehen.

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Das meist fotografierte Objekt von Inuvik, die Iglukirche

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Wegen des Permafrostes müssen die Häuser von Inuvik auf Pfählen gebaut werden. Ebenfalls die Zu- und Abwasserleitungen müssen oberirdisch geführt werden.

Donnerstag, 23. Juni 2016

Es regnete die ganze Nacht. Gegen Morgen wurden wir durch mehrere Schüsse geweckt und wir fragten uns, was dies wohl zu bedeuten hätte. Dies umso mehr, da wir uns wunderten, weshalb der ganze Campingplatz Videoüberwacht wird und es einen Sicherheitsdienst gibt, der rund um die Uhr seine Runden macht. 

Die Camping-Rangerin erklärt uns am Morgen, dass ein Grizzly, der bereits seit mehreren Nächten in der Stadt gesichtet wurde, nun erschossen werden musste. Dies vor allem zur Sicherheit der Kinder.

Der Regen will heute einfach nicht nachlassen. So lassen wir uns Zeit mit dem Start. Xaver und ich verschieben einen Camper südwärts, damit wir heute zu Viert die erste Etappe in Angriff nehmen können.

Es ist bereits Nachmittag, als wir alle von Inuvik aus auf dem Velo losfahren können. Es regnet nur noch leicht und der Himmel hellt immer mehr auf.

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Die Strasse ist jedoch, genau wie beschrieben, eine klebrige Angelegenheit. Auf dem weichen Untergrund benötigen wir doppelt so viel Kraft. Eigentlich interessant, die Strasse auch so erleben zu können…

Einmal ist der klebrige Lehm so zäh, dass sich das Rad von Barbara einfach nicht mehr drehen lässt. Alle Versuche scheitern. Da hilft nur noch, das Schutzblech zu entfernen, um den Lehm abkratzen zu können. Der Schmutz setzt sich jedoch nicht nur an unseren Velos fest, nein auch die Schuhe und Kleider sind gezeichnet.

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Das Nachtlager wählen wir beim Caribou Creek. Ideal um die Fahrräder abzuspülen. Bei einer genaueren Inspektion wagen wir dies jedoch nicht mehr. Das reissende Hochwasser und die steile Böschung zum Wasser sind zu gefährlich. Also mit Bürsten die kritischen Stellen, wie Wechsler, Umwerfer und Kette, etc. reinigen.

Freitag, 24. Juni 2016
 
… wenn doch nur diese Biester nicht wären

Eigentlich wollte ich erst am Schluss der Dempster-Etappe einen Eintrag über die Moskitos vornehmen. Doch nach den gestrigen und heutigen Erfahrungen muss dieser Eintrag vorgezogen werden. Es ist bekannt, dass nach dem Regen hier im riesigen Deltagebiet des Mackenzie Flusses die Mücken explosionsartig aus den Sümpfen hervorkommen.

Der aufkommende Wind hatte die Fahrspuren auf der Naturstrasse bereits wieder ausgetrocknet. Der klebrige Lehm war nur noch in der Strassenmitte und an den Strassenrändern. Dafür waren es die vielen Mücken, die unsere volle Aufmerksamkeit bekamen. Es mussten Tausende sein, die immer um uns herum surrten.

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Auf dem Fahrrad sind wir von den Biestern sicher, tragen wir doch stichfeste Hosen, Jacken und Handschuhe. Mein System des Wärmeausgleiches über die Sandalen funktioniert hier nicht mehr. Feste Schuhe sind das einzig vernünftige.

Ein Moskitonetz über dem Helm schützt uns, wenn wir anhalten. Auf dem Velo ist es ohne Netz nur solange angenehm, wie man zügig rollt. Bei einem Stopp müssen wir rasch das Mückennetz überstülpen. So werden auch die Fotostopps mühsam. Dies war heute auch der Grund, weshalb Barbara während 40 km keine Pause einlegen wollte.

Die Herausforderung besteht jedoch viel mehr beim Eintreten in den Camper. Es ist nicht zu vermeiden, dass Dutzende von Mücken, die überall an den Kleidern sind, mit in den Camper kommen. Dann beginnt die Schlacht: Ausgerüstet mit Fliegenklatschen sind wir natürlich im Vorteil. Der Boden im Camper ist jeweils schwarz von Mückenleichen.

Doch letzte Nacht fanden einige Dutzend dieser Plaggeister irgendwie auch den Weg in den Schlafraum. Wir haben die ganze Nacht zugeschlagen, jedes Mal in der Überzeugung, nun doch die letzte Mücke erwischt zu haben. Am Morgen nach der Schlacht sahen wir das Resultat: Überall eklige Blutspuren.

Die einzige mückenfreie Zone haben wir während der Fahrt mit dem Auto. Einsteigen mit dem Mückennetz, dann die Klimaanlage und die Lüftung voll aufdrehen und nach einigen Minuten die Fenster öffnen. Der Raum ist danach mückenfrei und die übrig gebliebenen, unterkühlten Biester sind leicht mit der Fliegenklatsche zu eliminieren.

Dienstag, 28. Juni 2016

Heute haben wir Eagle Plains erreicht und die Hälfte der Strecke des Dempster Hwy zurückgelegt, jedoch ist ein Grossteil unserer Kräfte bereits aufgebraucht. Da hier die Sonne nie untergeht bekommen wir zudem zu wenig Schlaf. Auch haben wir eine Nachtfahrt eingeschaltet, doch dazu später mehr. All dies kommt zu der kräftezehrenden Strasse.

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... von Eagle Plains bis zum nächsten Versorgungsstützpunkt

Es ist jedoch schwierig zu sagen, was uns am meisten zu schaffen machte. Je nachdem, wen man von uns Vieren fragen würde und wann, wäre die Antwort unterschiedlich.

Die Mücken sind die einzige Konstante der letzten Tage. Als wir den Peel River überquerten, fragte uns der Fährmann, wie wir so mit den Bugs, wie die Mücken von den Einheimischen genannt werden, zurecht kämen. Er wollte sicher nur hören, dass wir unter diesen Biestern leiden. Es war genauso. Als wir jammerten, da verzogen sich seine Lippen zu einem Lächeln und er meinte, ja, ja, im Augenblick sind die vielen Bugs wirklich sehr unangenehm. Wobei unangenehm eigentlich nicht der richtige Ausdruck ist. Einzig bei starkem Wind sind diese Biester weg. So wurde der Gegenwind zu unserem Freund.

Es gibt jedoch auch Phasen, da ist es die Strasse, welche uns fast zur Verzweiflung brachte. Über Dutzende von Kilometern feiner Schotter und Sand. Bergauf drehte das Hinterrad immer wieder durch und bei der Talfahrt war das Vorderrad nur schwer in der Spur zu halten. Diese Kilometer waren für uns doppelt so anstrengend.

Doch dann kam der Regen. Die Strasse verwandelte sich wieder in die matschige Piste. Mehrmals ist der Matsch so hartnäckig, dass er sich zwischen Rad und Schutzblech so stark festsetzte, dass sich das Rad immer mühsamer drehte, die Schleifgeräusche immer lauter wurden bis nichts mehr ging. Für 10 km benötigten wir so zwei Stunden. Das Problem mit dem verklebten Schutzblech haben Barbara und ich nun gelöst, indem wir diese einfach entfernt haben. Mit einem Plastiksack haben wir die Gepäckträger abgedeckt und so einen Schutz gegen den durch das Hinterrad hochgewirbelten Schmutz gemacht.

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Eigenkonstruktion des Ersatzschutzbleches bei Barbara und Edis Velo

Doch eigentlich sollten wir uns einfach an der wilden und schönen Landschaft freuen. Am Wetter, dass innert einer Stunde mehrmals wechseln kann, können wir eh nichts ändern. 

Die Tundra haben wir bereits verlassen und radelten die letzten zwei Tage auf den Anhöhen, von wo man kilometerweit die Strasse sehen kann, die sich südwärts durch die Hochebene schlängelt.

Mitternachtsfahrt  

Vor zwei Tagen, als Xaver und ich über die Anhöhe radelten, kamen wir auf die Idee, einmal eine Mitternachtsfahrt mit den Velos zu machen.  Dies nördlich des Arctic Circle wo zur Zeit die Sonne nicht unter geht. Das Vorhaben wurde am gleichen Tag umgesetzt. Um 19 Uhr stärkten wir uns mit Spaghetti, verzichteten auf das Bier und legten uns alle Vier für eine Stunde aufs Ohr.  Um 23 Uhr startete ich zuerst mit Doris. In der tief liegenden Sonne glänzten die vielen Mücken wie Leuchtkäferchen. Nun wussten wir, dass auch die Moskitos einen 7 x 24 Stunden „Service“ unterhalten. Zwischendurch verschwand die Sonne hinter einem Hügel. Doch die Bergspitzen standen immer im Sonnenlicht. Danach begleitete mich Xaver. Es wurde kälter und stürmische Winde kamen auf. Mehrmals blies uns der Wind richtiggehend vom Velo. Für die letzten ansteigenden Kilometer zum Yukon Border benötigten wir mehr als zwei Stunden. Als wir um halb Vier am Morgen auf der Passhöhe ankamen, da streikte Barbara. Sie argumentierte zu recht, dass dies nichts mehr mit einer Mitternachtsfahrt zu tun habe. Wir legten uns für einige Stunden aufs Ohr und Barbara fuhr mit mir dann am nächsten Morgen wieder los.

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Doch bevor wir uns in die Federn legten, konnten wir zwei Wölfe beobachten, die unweit unseres Parkplatzes umherstreunten. Anscheinend hofften sie, etwas Fressbares zu finden.

Donnerstag, 30. Juni 2016

Gestern war der erste Tag, an dem wir lockerer im Sattel sitzen und uns intensiver an der wilden Natur freuen konnten.

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Vor einigen Tagen begegneten wir einem vollbepackten belgischen Velofahrer. Dieser wetterte. Er argumentierte, man müsse sich so auf die Strasse konzentrieren, dass man die schöne Natur gar nicht geniessen könne. Halte man an, dann werde man von den Mücken attackiert. Wie hat doch der Bergsteiger Messmer einmal gesagt: „Das Schöne muss erlitten werden“…

Am Abend setzten wir den Grill in Betrieb und stellten das Moskitozelt auf. Irgendetwas scheinen wir falsch gemacht zu haben, denn im Zelt schwirrten mehr Moskitos herum als um das Zelt. Nur mit unseren Fliegenklatschen konnten wir wieder Ordnung herstellen. So genossen wir den Abend bei einem feinen Rindssteak, Hörnchen und gedämpften Cherrytomaten. Dazu gab‘s ein Glas Rotwein, der trotz 1‘000 km auf holprigen Strassen noch ausgezeichnet schmeckte.

Die Sonne verschwand erst, als dicke Gewitterwolken aufzogen.

In der Nacht setzte Dauerregen ein. So gibt es heute eine Regenfahrt auf der nassen Strasse. Keine Möglichkeit, die Weiten zu geniessen, denn dicker Nebel hüllt alles ein.

Ein Mann auf einem Motorrad hält neben uns an. Er hat das Bedürfnis, mit jemandem plaudern zu können. Zur Begrüssung sagt er: Vor wenigen Minuten dachte ich, was für ein armes „Schwein“ ich eigentlich sei. Dann habe er uns zwei durchnässte Radler gesehen und nun wisse er, wer von uns ein bzw. zwei arme Schweine seien. Das Gespräch wird mit seiner Helmkamera aufgezeichnet. Dann bittet er uns, vor ihm herzufahren, damit er auch noch diese Szene mit seiner Helmkamera festhalten kann. Danach beschleunigt er, überholt uns, ein letztes Handzeichen eines Grusses, dann verschwindet er im Nebel.

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Nach 25 km warten unsere Frauen im Camper am Strassenrand. Es gibt eine Lagebeurteilung. Mit einem Stimmenverhältnis von 3 zu 1 wird entschieden, unsere beiden Velos aufzuladen und die 18 km zum nächsten Turnout zu fahren.

Nun befinden wir uns auf dem Ogilve Ridge Viewpoint. Von Viewpoint jedoch keine Spur. Im dichten Nebel erkennen wir nicht einmal das Ende des Parkplatzes.  Starke Windböen rütteln an unserem Camper und es regnet und regnet.

Der Entscheid, dass für heute Schluss ist, der fällt einstimmig. Morgen gibt es eine Neubeurteilung. 

Freitag, 1. Juli 2016

Die ganze Nacht hat es geregnet. Heute Morgen ist immer noch dichter Nebel und der Parkplatz, auf dem wir die Nacht verbracht haben, weist grosse Wasserlachen auf. Die Heizung im Camper von Doris und Xaver funktioniert schon seit Tagen nicht mehr, so dass es in ihrem Camper kalt, feucht und ungemütlich ist. Wir beschliessen, bis nach Dawson City zu fahren und die Velos aufzuladen.

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... nur für Edi ein schwerer Entscheid, die Velos verladen zu müssen (Anmerkung Barbara)

Henry Ford sagte einmal: „Es gibt mehr Menschen, die zu früh aufgeben als solche, die scheitern“. Auch wir gehören nun zu denen. Bereits 50 km später verzieht sich der Nebel und die Strasse wäre mit dem Velo gut befahrbar gewesen. Der Regen lässt immer mehr nach und die Sonne zeigt sich zwischen den Wolken. Und wir fahren diesen wunderschönen Teil des Dempster Hwy mit aufgeladenen Velos…

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Den einzigen Bären, den wir auf dem Dempster Hwy am Strassenrad gesehen haben, das war ein Stoffbär, der jemand aus Spass in der Wildnis auf einen Baum gesetzt hat.

Doch nun befinden wir uns auf dem Bonanza Gold Campground. Wir wollen jedoch kein Gold waschen, sondern nur unsere Fahrräder und Camper. Anschliessend geniessen wir seit langem wieder eine heisse Dusche. An der Sonne können wir all die nassen Regenkleider, die Saggochen und Schuhe trocknen. Auch die Heizung im Camper von Doris und Xaver konnte wieder instand gestellt werden.

Nun gönnen wir uns ein, zwei Ruhetage, dann geht es noch einmal zurück auf den Dempster.

Sonntag, 3. Juli 2016

Lieber Henry Ford, wir versuchen es nochmals

Letzte Nacht ist mir im Traum William John Ducan Dempster erschienen. Er hat mir versprochen, wenn wir nochmals einen Versuch mit seinem Dempster Hwy wagen, dass sich diesmal das Wetter und die Strasse von der sanften Seite zeigen werden. Von den Mücken hat er nichts gesagt.

Wir haben beschlossen, die ca. 265 km zurück auf den Dempster zu fahren. Ziel ist es, die Tanga Range und das Ogilvie Gebirge mit den Velos zu erleben und noch über den Windy Pass und den North Fork Pass zu radeln.

Beim Kilometer-Marker 224 nehmen Xaver und ich die Räder vom Camper. Wir haben in Klondike River Lodge nicht mehr aufgetankt. Nun haben wir bedenken, dass, wenn wir zu dem Punkt fahren, an dem wir die Velotour unterbrochen hatten, das Benzin zurück nur knapp reichen könnte. So beschliessen wir, nicht weiter den Dempster hochzufahren, sondern ab hier wieder südwärts zu starten.

Und wirklich, die Strasse ist angenehm und das Wetter erlaubt uns, sogar im Sommertenue zu radeln. Ganz ohne Regen geht es aber dennoch nicht. Wir stülpen uns die Regenkleider über, als ein Auto neben uns anhält und der Fahrer uns mitteilt, dass 100 m von uns am Strassenrand eine Wolfsfamilie mit ihren Jungen sei. Kurze Zeit später können wir für wenige Augenblicke die zwei drolligen Jungen beobachten. Dann zeigt sich die Wolfsmutter, steht etwa 20 m von uns entfernt, bemustert die zwei merkwürdigen Gestalten in ihren Leuchtwesten und verschwindet wieder im Wald. Es ist selten, dass man Wölfe so nahe zu Gesicht bekommt. Für ein Foto reichte die Zeit jedoch nicht.

Für das Nachtlager haben Doris und Barbara eine Kiesgrube ausgesucht und die Stühle bereits an die Sonne gestellt. Wir geniessen die Ruhe. Kurz nachdem wir um 23 Uhr den Verdauungswhisky getrunken haben, fallen wieder Regentropfen.

Unsere suchenden Männer (Eintrag von Barbara)

Würden wir die Zeit zusammenzählen, an denen Xaver und Edi ihre Brillen suchen, da kämen einige Stunden, wenn nicht sogar Tage zusammen.

Nicht immer ist das Wiederauffinden ihrer Sehhilfen erfolgreich. Es ereignete sich bereits vor einigen Wochen bei der Fahrt Richtung Whitehorse. Beim Start mit dem Camper suchte Edi seine Brille. Doch da die Sonne schien, setzte er seine Sonnenbrille auf und meinte, dass er später im Camper seine Gläser sicher finden werde. Am Abend suchte er und suchte. Leider vergebens. Doch nun schien er sich vage zu erinnern, dass er möglicherweise die Brille beim Entfernen des Stromkabels auf dem Campingplatz auf den Tisch gelegt habe. Nun, diese Erkenntnis kommt nach mehr als 300 gefahrenen Kilometern reichlich spät, zu spät. Ein Telefonanruf bestätigte seine Vermutung. Die Brille lag noch auf dem Tisch. Per Post wurde ihm diese freundlicherweise nach Whitehorse nachgesandt. Nochmals gut gegangen!

Doch Xaver ist noch schlimmer. Beim filmen unterwegs mit dem Velo legt er immer wieder seine Brille hinten auf die Saggochen. Meistens setzt er seine Brille nach dem filmen wieder auf, jedoch nicht immer. Einmal, als Xaver mit dem Velo am Übernachtungspunkt ankam, da suchte er seine Gläser und sah, dass diese wohlbehalten leicht eingeklemmt auf der linken Saggoche lagen. Nochmals gut gegangen! Es folgte durch Doris eine Moralpredigt, mit dem ergänzenden Hinweis, was diese Brille gekostet habe. Das hat bei Xaver gewirkt. Doch wie es bei den Männern so ist, eben nicht allzu lange. Einmal mehr legte Xaver seine Brille zum filmen auf seine Saggoche und fährt weiter. Zum Glück bemerkte er dieses Missgeschick wenige Minuten später. Doch diesmal hatte sich die Brille bereits auf und davon gemacht. Er ging mit dem Velo zurück auf Brillensuche. Nach kurzer Zeit sah Xaver sein schwarzes Brillengestell auf der Strasse liegen. Nochmals gut gegangen?

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Leider nein! Ein Auto war bereits über seine Brille gefahren. Ein Glas weg, Gestell verbogen. Oft vergehen Stunden, bis uns ein Auto auf der Strasse begegnet. Doch kurz nach dem festgestellten Brillenverlust waren bereits drei Fahrzeuge an Xaver vorbeigefahren.

Fazit: Männer sind wie kleine Kinder und brauchen stets unsere Hilfe und Warnhinweise.

Montag, 4. Juli 2016

Der Regen trommelte in der Nacht auf unser Camperdach. Immer wieder ein angenehmes Geräusch zum Einschlafen.

Den Windy Pass wollen Barbara und ich heute unter die Räder nehmen. Da es eine lange Etappe geben wird, beschliessen wir, früh zu starten. Nach einer Wetterinspektion entscheiden wir uns für das Sommertenue. Die Sonne wärmt angenehm und es scheint wieder ein lieblicher Velotag zu werden.

Doris und Xaver wollen mit dem Camper zurück zur Stelle, wo Xaver und ich gestern die Wölfe beobachten konnten.

Doch plötzlich, wie aus dem Nichts, kommen orkanartige Winde auf. Ein eindrückliches Naturschauspiel. Der blaue Himmel überzieht sich innert weniger Minuten mit dunklen Wolken. Mein Velo wird umgeblasen und der Camper, der quer zu den Fallwinden steht, schaukelt wie ein Schiff auf rauer See.

Wir, genauer gesagt Barbara, beschliessen, mit dem Start zu warten. Dieser Entscheid ist, wie sich nun zeigt, der einzig richtige. Regen, Donner und noch stärkerer Gegenwind hätten unseren Aufstieg auf den Windy Pass zu einer Durchhalteübung gemacht. Eines können wir bestätigen, dieser Pass hat den Namen „Windy Pass“ wirklich verdient.

So sitzen wir nun im Camper und schreiben diesen Eintrag am Trockenen und warten auf besseres Wetter.

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Dienstag, 5. Juli 2016

Es war wirklich ein guter Entscheid, gestern das heftige Gewitter vorbeiziehen zu lassen. Gegen Mittag wurden die Gewitterzellen durch den Wind immer mehr nördlich weggeblasen. Der Regen lies nach und als Barbara und ich den Aufstieg in Angriff nahmen, da sahen wir bereits die ersten blauen Flecken am Himmel.

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... auf dem Windy Pass erwartet uns bereits die Sonne

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Blick vom Windy Pass aus nordwärts; im Hintergrund die typischen Blackstone Mountains

Doris und Xaver fuhren an die Stelle zurück, wo Xaver und ich die Wölfe sahen und hatten Glück. Sie konnten die Jungen aus der Ferne beobachten.

Die Strecke über die baumlose Hochebene mit den mehreren 100 m hohen schwarzen Steinhügeln begleitete uns gestern und auch heute. Eine eindrückliche Kulisse, diese raue Berglandschaft. Dazu kam das immer wieder rasch wechselnde Wetter. Blauer Himmel mit einem warmen Wind und nur Minuten später wieder bedrohliche dunkle Gewitterwolken. Die einzige Konstante war der Gegenwind, mal mässig dann wieder „saumässig“. 

Nach der Überquerung der North Fork Passhöhe führte die Strasse immer schön bergab durch Tundragebiet, umgeben von den Ogilvie Bergen. Trotz Wind rollten wir ohne grosse Anstrengung Richtung Klondike River Lodge, dem Anfangspunkt des Dempster Hwy.

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Blackstone Mountains, keine Felshügel sondern "Steinhaufen"

Doch bevor wir den Dempster endgültig verlassen, schlagen wir unser Nachtlager wieder in einer Kiesgrube auf. Für den Unterhalt der Schotterstrasse wird viel Kies und Sand benötigt, somit sind diese Depotstellen recht häufig anzutreffen. Kein Schild, dass campieren verboten wäre. Nur ein richterlicher Hinweis, dass Kies und Sand Eigentum des Staates sei und nicht entfernt werden dürfe.

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... das unschlagbare Abwaschteam ...

Mittwoch 6. Juli 2016

Begegnungen auf der Strasse

Die Könige auf dem Dempster Highway sind die schweren Lastwagen, die mit ihren Anhängern bis zu neun Achsen aufweisen. Wenn diese Monster anrollen, dann müssen Camper und Personenwagen Platz machen und wegen der aufwirbelnden Steine auch das Tempo drosseln. Dies haben wir auf der Fahrt mit den Campern nach Inuvik erlebt.

Sind wir mit den Velos unterwegs, sind die Lastwagenfahrer meistens sehr rücksichtsvoll. Das Tempo wird verlangsamt. Zum Teil fast im Schritttempo überholen oder fahren diese schweren Laster an uns vorbei. Auch die meisten Pickup-Fahrzeuge, Camper und Personenwagen verhalten sich gleich rücksichtsvoll. Meistens folgt noch ein Handzeichen als Gruss des gegenseitigen Respektes. Zugegeben, es gibt auch hier Ausnahmen, jedoch nur ganz wenige.

Vielleicht sind jedoch die Radfahrer auf dem Dempster die Könige dieser wilden Strasse. Nicht wir, nein, ich denke an die Fernradler mit aufgeschnalltem Zelt und vier Saggochen.

Wir haben in den 17 Tagen auf dem Dempster 7 Fernradler angetroffen. Zwei jüngere Frauen, welche ganz allein mit Zelt und Vollpackung auf ihrem Rad unterwegs waren. Diesen gilt unsere Bewunderung ganz besonders.

Immer wieder fahren Personenwagen ganz langsam an uns vorbei, der Fahrer hält den Daumen hoch und wieder runter. Erst wenn wir dieses Zeichen mit einem „Daumen hoch“ quittieren, beschleunigen sie ihr Fahrzeug wieder. Wir werden fotografiert, gefilmt, uns wird Wasser und Cola angeboten. Für uns ist diese extreme Zuvorkommenheit wirklich beeindruckend. Dabei sind wir ja nicht die voll bepackten Radler, sondern haben nur unsere Hinterrad-Saggochen. Es folgen auch immer wieder Kurzgespräche, die im Normalfall jedoch stereotyp ablaufen: Woher wir kämen, wohin es ginge, wie lange wir unterwegs seien.

In Dawson City angekommen

Nach fast 700 km erreichen wir das Ende des Dempster Hwy. Von nun an geht es 40 km auf einer geteerten Strasse nach Dawson City. Eine willkommene Abwechslung. Auf beiden Seiten der Strasse reihen sich die langen Steinhügel sogenannte Maulwurfshügel aneinander. Es sind die Narben aus der Goldgräberzeit, als grosse Maschinen hunderte von Tonnen Stein und Kies wuschen und auftürmten. Immer in der Hoffnung, auf eine ergiebige Goldader zu stossen. Obschon wir bereits im Jahre 2011 mehrere Stunden dieses Goldgräbergebiet durchstöberten, ziehen uns die Steinhügel mit alten Reliquien erneut in den Bann.

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Dank Rückenwind kommen Xaver und ich rasch voran. Plötzlich taucht aus dem Gebüsch wenige Meter vor mir ein Schwarzbär auf. Sieht sich um und überquert gemütlich die Strasse. Diese Begegnung hätte ich eher in der Wildnis erwartet und nicht kurz vor Dawson City. Also doch noch einen Bären auf dem Velo gesehen, aber so nahe hätte es nicht sein müssen. Bei den Tierbegegnungen sind es immer wieder Zufälle. Eine Minute früher oder später und die Bärenbegegnung hätte nicht stattgefunden.
 

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Rückblick

Nun haben wir den Dempster Highway mit den Velos doch noch bezwungen. Zugegeben mit einem Streckenunterbruch von ca. 40 km.

Würde ich die Eindrücke der letzten zwei Wochen erst jetzt festhalten, dann wären die Entbehrungen und die widrigen Umstände mit der Strasse und vor allem die Mückenplage wesentlich weniger im Fokus. Dafür umso mehr die wunderschöne wilde Landschaft, das Radeln durch die Täler und auf den Anhöhen. Am wahrheitsgetreusten sind jedoch all jene Eindrücke, die jeweils sofort festgehalten werden und wir haben eben zwischendurch doch etwas gelitten.

 

Bevor wir den Yukon verlassen noch einige Gedanken zu dieser Provinz von Doris.

Grösser, weiter, wilder  Yukon  (Text von Doris)

Der Yukon ist flächenmässig mehr als 10 Mal grösser als die Schweiz. Die Einwohnerzahl beträgt ca. 35‘000, dies ergibt etwas weniger als 0,1 Einwohner pro km2. Davon leben unter Ausklammerung der Einwohner in Whitehorse ungefähr 12‘000 Menschen in den Weiten des Yukons. Diesen Lebensraum teilen sie mit 185‘000 Karibous, 50‘000 Elchen, 8‘000 Grizzlybären und 10‘000 Schwarzbären.  Ferner nach eigenen Schätzungen mit ca. 1‘500‘900‘000 Moskitos.

Nun wollen wir aber für einmal nicht über die grossen Wildtiere sprechen. Ein paar wenige der kaum beachteten kleinen Lebewesen erweisen sich als regelrechte Überlebenskünstler.

Im Normalfall überwintern Frösche auf dem Grund von Tümpeln oder unter dick mit Schnee bedeckten Blättern. Bei einer Kälte unter null Grad erfrieren sie.

Yukons Winter sind extrem kalt und die Schneedecke nur sehr dünn. Das sind keine idealen Überwinterungsbedingungen für Frösche. Nicht aber für den nur 6 cm grossen Eisfrosch und den 4 cm grossen Chorfrosch. Sie sind die am weitesten nördlich vorkommenden Froscharten und können Temperaturen bis minus 12 Grad überleben. Sie produzieren eine Art Glukose, welche wie ein Frostschutzmittel wirkt. Das Herz hört auf zu schlagen und die Flüssigkeit zwischen den Zellen friert ein. Nun sind sie tiefgefroren. Im kommenden Frühling tauen sie auf und erwachen wieder zum Leben.

Wegen ihrer zarten Schönheit, dem kraftvollen Flug und der vollständigen Metamorphose erscheinen Schmetterlinge in der ganzen Welt in Mythen und Legenden.

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Eine Legende der First Nation People sagt, dass jeder der möchte, dass sein Wunsch Wirklichkeit wird, einen Schmetterling einfangen und ihm seinen Wunsch zuflüstern soll. Da Schmetterlinge keinen Laut von sich geben, können sie den Wunsch niemandem als dem Grossen Geist verraten. Nach dem Freilassen des Schmetterlings tragen sie den Wunsch in den Himmel und er wird gewährt.

Ausblick

Nun bleiben wir für zwei Tage hier in Dawson City. Es haben sich einige kleine Instandstellungen angehäuft, die wir vor der Weiterfahrt noch in Ordnung bringen wollen. Zudem ist das Wetter etwas unbeständig. Die Fähre über den Peel River sei wegen Hochwasser geschlossen. Somit ist Inuvik im Moment nur noch via Flugzeug erreichbar. Doch da waren wir ja schon und ein zweites Mal Dempster wäre zu viel des Guten. Reisende, welche von Alaska über den Top of the World Hwy fuhren erzählten uns, dass gewisse Strassen sehr matschig seien. Schon bald werden wir uns selber ein Bild machen können, ob es wirklich so schlimm ist.